Vergiss Mein Ich

D, 2014, 93 min, R: Jan Schomburg, mit: Maria Schrader, Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Johannes Krisch, Nadine Petry

Lena Ferben (Maria Schrader) ist seit Jahren mit ihrem Mann Tore (Johannes Krisch) verheiratet, als sie sich plötzlich verliert. Retrograde Amnesie sagen die Ärtze zu Lenas Zustand; eine nicht diagnostizierte Gehirnhautentzündung ist der Grund, kein Zugriff auf das, was die Medizin als biographisches Gedächtnis bezeichnet. Die Sprache ist vorhanden, doch die Wörter an keine Erfahrung geknüpft. Regen, Komik, Treue, Geschlecht, Liebe, Ehemann .. Begriffe wie schwebend im luftleeren Raum, abgeschnitten von der Erdung ihrer Bedeutungen ..

Lena Ferben (Maria Schrader) ist seit Jahren mit ihrem Mann Tore (Johannes Krisch) verheiratet, als sie sich plötzlich verliert. Retrograde Amnesie sagen die Ärzte zu Lenas Zustand; eine nicht diagnostizierte Gehirnentzündung ist der Grund. Die Folge: sie hat keinen Zugriff mehr auf das, was die Medizin als biographisches Gedächtnis bezeichnet. Und wie seltsam das Gehirn doch funktioniert: Die Sprache ist noch vorhanden, doch die Wörter an keine Erfahrung geknüpft. Komik... Treue... Geschlecht... Liebe... Ehemann...

Begriffe schwebend im luftleeren Raum, abgeschnitten von der Erdung ihrer Bedeutungen.

"Als ich vor drei Jahren in einem Radiofeature von einer 40-jährigen Frau mit kompletter retrograder Amnesie hörte, war ich sofort fasziniert von ihrem außergewöhnlichen Schicksal. Diese Frau hatte wegen einer nicht diagnostizierten Gehirnentzündung mehr oder weniger von einem Moment auf den anderen ihr Gedächtnis verloren; bis heute ist außer der Tatsache, dass sie wie vor der Amnesie keine Schokolade mag, keine ihrer Erinnerungen zurückgekehrt. Wie so oft vermag hier gerade der Sonderfall so viel über den Regelfall zu erzählen: Der Verlust des biographischen Gedächtnisses zeigt, für wie viele, oft unbewusste Prozesse dieser Teil des Gehirns verantwortlich ist und wirft gleichsam fundamentale Fragen zu unserem Ich-Verständnis und der Konstruktion von Identität auf. Und noch mehr stellt es die Frage nach der persönlichen Freiheit – wie fühlt es sich wohl an, vom eigenen Ich befreit zu sein, ein neuer Mensch zu werden, dem soziale Konventionen nichts mehr bedeuten? " Jan Schonburg, Regisseur

Do 15.05.

19:00

Fr 16.05.

19:00

Sa 17.05.

19:00

So 18.05.

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Mo 19.05.

19:00

Di 20.05.

19:00

Mi 21.05.

19:00

2014

Do 22.05.

20:00

Fr 23.05.

20:00

Sa 24.05.

20:00

So 25.05.

20:00

Mo 26.05.

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Di 27.05.

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Mi 28.05.

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2014