IRAQI ODYSSEY

Irak/Schweiz/Deutschland/VAR 2015, 90 min. / 162 min., OmU, R: Samir

Der Filmemacher Samir – sein Vater ist Iraker, seine Mutter Schweizerin, mit sechs Jahren siedelte er in die Schweiz über – hat seinen irakischen Wurzeln nachgespürt und anhand der Lebensgeschichten seiner über den ganzen Erdball verstreuten Familienmitglieder nichts weniger als ein Epos des Irak gedichtet. Die zehn Jahre, die all dies gedauert hat, merkt man dem Film auch an. Bei den meisten von Samirs Onkeln und Tanten, Kusinen und Halbschwestern hätte bereits ein einzelner Lebenslauf für einen abendfüllenden Film gereicht. Der Autor und Regisseur aber lässt sie alle zu Wort kommen, verwebt ihre Erzählungen, die immer auch Erzählungen des Irak des 20. und 21. Jahrhunderts sind, wie einen großen Geschichtenteppich ineinander. Und macht damit nicht zuletzt seinem Namen alle Ehre: Samir bedeutet "Geschichtenerzähler".

Dieser Film fordert. Die volle Aufmerksamkeit, die volle Konzentration. Und er belohnt: Mit einem anderen, um so vieles interessanteren Blick auf den Irak. "Iraqi Odyssey" ist ein Mammutprojekt, das zweifellos in der Lage ist, ein völlig neues Bild des vorderasiatischen Staates und dessen wechselvoller Geschichte zu vermitteln. Und zwar mit einer solchen Fülle an Bildern, Tönen, Geschichten, auf so aufwühlende, anrührende, schockierende, spannende und sogar auch mal witzige Weise, dass man sich manchmal überfordert fühlt, vor lauter Input nicht mehr weiß, wohin mit all diesen wichtigen Erkenntnissen – und gleichzeitig gefangen ist von diesem Werk, wie hypnotisiert vor der Leinwand sitzt.

Wir zeigen zwei Versionen des Films, bitte die Anfangszeiten beachten !

➜ Do + Fr & Mo bis Mi die kurze Version, 90 Min.
➜ Sa + So die lange Version, 162 Min.

Do 28.01.

19:00

Fr 29.01.

19:00

Sa 30.01.

18:00

So 31.01.

18:00

Mo 01.02.

19:00

Di 02.02.

19:00

Mi 03.02.

19:00

2016

Do 17.03.

-

Fr 18.03.

-

Sa 19.03.

-

So 20.03.

-

Mo 21.03.

-

Di 22.03.

-

Mi 23.03.

19:00

2016