CinEScultura 2016

Vom 29. April bis zum 29. Juni 2016 findet nun schon zum neunten Mal das spanische Film- und Kul­tur­festival cinEScultura in Regensburg statt. Die Eröffnung steigt am 29. April im Leeren Beutel mit vielen Gästen aus Spanien und Lateinamerika. Die diesjährigen Gastländer sind VALENCIA & ECUADOR ..

TIMETABLE, cinEScultura 2016

Vom 29. April bis zum 29. Juni 2016 findet nun schon zum neunten Mal das spanische Film- und Kul­tur­festival cinEScultura in Regensburg statt. Die Eröffnung steigt am 29. April im Leeren Beutel mit vielen Gästen aus Spanien und Lateinamerika. Die diesjährigen Gastländer sind VALENCIA & ECUADOR ..

Ernesto und Hildegard

am Sa 30.04. um 17 Uhr
Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des peruanischen Arztes Ernesto Pinto-Bazurco, der 1934 als Spross einer wohlhabenden peruanischen Familie nach München kam, um Medizin zu studieren. Als er die junge Deutsche Hildegard Rittler kennenlernte und beide ein Paar wurden, sahen sie sich bald mit repressiven Maßnahmen des Naziregimes konfrontiert: Die Gestapo lehnte ihr Ehegesuch ab; als Hildegard ein Kind erwartete, wurde Ernesto im Lager Laufen interniert. Nach seiner Freilassung 1943 entschied er sich, in Deutschland zu bleiben. Mit Unterstützung der Schweizer Regierung konnte er im Rahmen einer konsularischen Tätigkeit in München zahlreichen Juden und politisch Verfolgten zur Ausreise verhelfen. Sein selbstloser Einsatz für Menschenrechte verdient unsere Aufmerksamkeit und Bewunderung.

Ernesto Pinto-Bazurco Rittler, Botschafter und Generalkonsul der Republik Perú in Süddeutschland wird anwesend sein und sich den Fragen des Publikums stellen. Im Anschluss wird ein peruanischer Aperitiv gereicht.

P/D 2016, 28 min, Odt/spmdtU, Regie: Olga Richter

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
--17.00-

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CINESCULTURA 2016 KURZFILMPREIS

am Sa 30.04. um 18.30 Uhr
Der Premio cinEScultura zeichnet spanischsprachige Kurzfilme aus, die ästhetisch anspruchsvoll sind, in besonderer Weise spanische oder lateinamerikanische (Film-)Kultur widerspiegeln und sich für Lehre und Forschung eignen. 2016 wird der Preis zum vierten Mal vergeben, und auch in diesem Jahr hat das Team in Kooperation mit der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg wieder weit über 200 spanische und lateinamerikanische Kurzfilme gesichtet. Für die hervorragende Zusammenarbeit möchte cinEScultura sich bei Philipp Weber und Insa Wiese vom Regensburger Kurzfilmfestival herzlich bedanken.

Die Finalisten sind ebenso unterschiedlich und facettenreich wie in den letzten Jahren. Man darf auf das Votum der Jury gespannt sein. Am 30. April um 18.30 Uhr wird eine Auswahl der Finalisten gezeigt und im Anschluss der Sieger bekannt gegeben. Unterhaltung und Inspiration sind garantiert.

FINALISTEN (alle Filme OmdU)
FINALISTAS (todas las películas en versión original con subtítulos en alemán)

40 aniversario, J. Enrique Sánchez

Piel canela, Alejandro de Vega de Unceta

Bikini, Oscar Bérnàcer

Mañana no es otro día, David Martín de los Santos

Un encuentro, Miguel Berzal de Miguel

El aspirante, Juan Gautier

Amigas íntimas, Irene Cardona

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
--18.30-

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EL MUNDO SIGUE

am Sa 30.04. um 20.45 Uhr, am So 01.05. um 12 Uhr
Jahrzehntelang war El mundo sigue (1963) ein unbekanntes Meisterwerk, von dem zwar viele gehört, das aber kaum einer gesehen hatte. Obwohl der Film Anfang der 1960er im Rahmen einer vorübergehenden Liberalisierung eine Dreherlaubnis erhalten hatte, wurde er nie wirklich uraufgeführt wegen Problemen mit der Zensur (drei einzige Vorführungen in Bilbao im Jahr 1965) und verschwand in den Archiven. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Regisseur Fernando Fernán Gómez liefert nach einer Romanvorlage von Juan Antonio de Zunzunegui eine bissige Kritik am Spanien der Franco-Zeit, in deren Zentrum eine Familie steht, die überhaupt nicht den ideologischen Wunschvorstellungen der Diktatur entspricht. Anstelle der Harmonie der regimekonformen Familienfilme wie La gran familia zeigt El mundo sigue, wie zwei Schwestern sich abgrundtief hassen, Väter keine Verantwortung übernehmen und das Verhältnis zwischen Männern und Frauen grundsätzlich gestört ist.

Aber die Handlung ist nicht der einzige Grund, warum El mundo sigue heute als eines der bedeutendsten Werke der gesamten spanischen Filmgeschichte gilt. Historisch gesehen ist er ein herausragendes Beispiel des spanischen Neorealismus, positioniert sich aber jenseits der Groteske Berlangas oder der stark politisierten Filme Bardems und steht in größerer Nähe zur Ästhetik von Viscontis Rocco e i suoi fratelli. Die perfekte Fotografie, ein beeindruckend intensives Schauspiel und eine zum Teil virtuose Montage machen den Film bis heute zu einem cineastischen Erlebnis. Neben den Hauptdarstellern Fernando Fernán Gómez, Lina Canalejas und Gemma Cuervo kann man auch spätere Stars wir Pilar Bardem und Marisa Paredes in ersten Nebenrollen sehen.

2015 wurde El mundo sigue von Juan Estelrich, dem Patenkind von Fernán Gómez, restauriert und im Juli in den spanischen Kinos uraufgeführt, was einer kleinen Sensation gleichkam. cinEScultura zeigt den Film in Deutschlandpremiere mit deutschen Untertiteln, die von Studierenden der Romanistik in Regensburg unter der Leitung von Ralf Junkerjürgen erstellt wurden. Juan Estelrich, der Restaurator des Films, und der Fernán Gómez Spezialist José Luis Castro de Paz werden anwesend sein und sich nach der Premiere den Fragen des Publikums stellen.

E 1963, 120 min, OmdtU, Regie: Fernando Fernán Gómez

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
--20.4512.00

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Kurzfilme aus Valencia 2010-2012

am So 01.05. um 18.30 Uhr
Turno de noche
E 2010, 5 min, OmeU, Regie: Víctor Palacios
Ein Parkwächter beobachtet über die Überwachungskamera, wie ein Mädchen erschossen wird. Er eilt zum Ort des Geschehens, doch scheint alles in Ordnung zu sein. Was ist passiert?

Puerta 6
E 2010, 8 min, OmeU, Regie: Avelina Prat
Der Protagonist wählt auf der Straße einen wildfremden Mann aus und beginnt, dessen Identität bis ins Detail nachzuahmen. Durchschaut wird sein sonderbares Verhalten von einer Frau, die beobachtet, wie er seine Persönlichkeit ablegt und sie gegen die eines Fremden eintauscht. Puerta 6 setzt die Anonymität unserer Gesellschaft in Szene.

La flor carnívora
E 2010, 8 min, OmeU, Regie: María Lorenzo
Wir hören, wie Maria nach dem Sex im Bad weint. Ihr Bauch ist blutverschmiert. Das Unvermeidbare tritt ein, als Maria und ihre fleischfressende Pflanze wieder auf die Jagd gehen.

La victoria de Úrsula
E 2011, 17 min, OmeU, Regie: Julio Martí
Warum setzt ein Mädchen alles daran, nachts auf einem Friedhof alleine ein Grab auszuheben? Ursulas Triumph vermischt Horror und Gesellschaftskritik auf unerwartete Weise.

Algo queda
E 2011, 16 min, OmeU, Regie: Ana Lorenz
Hingebungsvoll kümmert sich eine junge Frau um ihre kranke Mutter, die an Alzheimer leidet. Doch die Krankheit stellt die Beziehung der beiden auf eine harte Probe, und es kommen Zweifel auf, ob die Liebe für diese harte Probe stark genug ist.

Desanimado
E 2011, 7 min, OmeU, Regie: Emilio Martí López
Ein Mann erzählt einem Psychologen von seinen Sorgen. Sein humorvoller Monolog zeigt, was sein größtes Problem ist: Er ist anders als die anderen, eine gefrustete Zeichentrickfigur.

Desayuno con diadema
E 2012, 18 min, OmeU, Regie: Óscar Bernàcer
Nach einem nächtlichen Besäufnis erwachen Enrique und Aurora, beide um die fünzig, im selben Bett. Die Hemmungslosigkeit der letzten Nacht weicht beim gemeinsamen Frühstück einem Gefühl von Unbehagen.

In Zusammenarbeit mit CulturArts IVAC

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
---18.30

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Kurzfilme aus Valencia 2013-2015

am So 01.05. um 20.45 Uhr
Espartero
E 2013, 23 min, OmeU, Regie: Isidro Coll
Ein ehemaliger Heroinabhängiger berichtet aus seiner Vergangenheit, den Höllenqualen der Sucht und daüber, wie er seinem Leben eine positive Wende geben konnte.

La nit de l’oceà
E 2015, 12 min, OmeU, Regie: María Lorenzo
Wenn man lange genug am Meer lebt, wird das Geheimnis, das im Wasser liegt, immer größer. 2016 als bester Kurzfilm für den Goya nominiert.

Casitas
E 2015, 10 min, OmeU, Regie: Javier Marco
Ein junges, anscheinend glückliches Paar feiert zu Hause seine unglaublichen Erfolge im Job. Plötzlich erscheinen ganz spezielle Gäste ..

El último abrazo
E 2015, 30 min, OmeU, Regie: Sergi Pitarch Garrido
Zwei Abschiedsbriefe sind der Beginn einer Reise in die Vergangenheit. Ein berührender Dokumentarfilm über die Geschichte einer beeindruckenden Persönlichkeit.

In Zusammenarbeit mit CulturArts IVAC

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
---20.45

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El amor no es lo que era

am Mo 02.05. um 18.30 Uhr
Früher war alles besser, auch die Liebe. Ob das stimmt, versuchen Irene und Albert herauszufinden, zwei Rentner, die sich nach Jahrzehnten wieder begegnen. Auch Lucía ist auf der Suche nach Liebe, als sie Álex trifft. Paz und Jorge hingegen haben mit dem Thema abgeschlossen und stehen nun vor einer gescheiterten Ehe, ohne zu wissen, wie sie damit umgehen sollen. Und alle fragen sich: Was ist eigentlich Liebe?

Der Film lief auf mehreren Filmfestspielen, und gewann den Preis für den besten Film und den besten Schauspieler beim Uptown Film Festival Glasgow.

E 2013, 90 min, OmeU, Regie: Gabi Ochoa

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
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[Rec]

am Mo 02.05. um 20.45 Uhr
Ein Spielfilm, der in einer einzigen Einstellung als Pseudo-Dokumentarfilm gedreht ist: Zwei Reporter begleiten die Feuerwehr bei einem nächtlichen Einsatz. Die Nachbarn einer alten Dame sind besorgt, weil aus deren Wohnung laute Schreie zu hören sind. Als das Rettungsteam in die Wohnung eindringt, beißt die alte Frau wild um sich und verletzt einen der Männer. Alle wollen die Flucht ergreifen, doch wird das Gebäude gerade von der Gesundheitspolizei abgeriegelt, denn ein furchtbarer Virus ist ausgebrochen. Unter den Eingesperrten bricht Schrecken aus, und tragische Ereignisse nehmen ihren Lauf.

E 2007, 75 min, OmeU, Regie: Jaume Balagueró, Paco Plaza

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
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Lo contrario al amor

am Di 03.05. um 18.30 Uhr
In dieser romantischen Komödie rettet der Feuerwehrmann Raúl die junge Merce aus einem Fahrstuhl in einem Einkaufszentrum. Obwohl beide mehrere gescheiterte Liebesbeziehungen hinter sich haben und nicht auf der Suche nach einer weiteren Liebschaft sind, verlieben sie sich natürlich doch ineinander. Dabei wiederholen sie die gleichen Fehler wie immer: Angst, Kontrollzwang, Gefühle der Abhängigkeit und Versuche, den anderen zu ändern – kurzum all das, was mit Liebe nichts zu tun hat.

E 2011, 82 min, OmeU, Regie: Vicente Villanueva

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
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Calabuch

am Di 03.05. um 20.45 Uhr
Der pensionierte Raumfahrtingenieur George Hamilton verbringt seinen Lebensabend zurückgezogen in dem fiktiven Ort Calabuch (Peñíscola). Fälschlicherweise wird er des Schmuggels bezichtigt und kommt ins Gefängnis. Dort stehen ihm – wortwörtlich – alle Türen offen. Erst jetzt beginnt er, das Dorf und seine Bewohner kennen und schätzen zu lernen. Ein frühes Werk des Erfolgsregisseurs Luis García Berlanga, u.a. ausgezeichnet auf den Filmfestspielen von Venedig 1956 mit dem OCIC-Preis der italienischen Filmkritik.

E 1956, 96 min, OmdtU, Regie: Luis García Berlanga

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
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Dos miradas

am Mi 04.05. um 18.30 Uhr
Eines Tages in der Atacama-Wüste in Chile: Sofia und Laura, die seit vielen Jahren eng befreundet sind, wollen hier Urlaub machen und die friedliche Stille des Ortes genießen. Doch die Harmonie wird gestört, als plötzlich gegenseitige sexuelle Anziehung ins Spiel kommt.

"Eine Geschichte, die auf dem Wechselspiel von Bewegung und Pause basiert, sowie auf Gefühlen wie Begehren und Hass. Dabei wird ganz auf herkömmliche Dialoge und konventionelle Stilmittel verzichtet .." Cahiers du Cinema

Erster Preis auf dem New York Independent Film and Video Festival und ausgezeichnet auf dem Festival de cine GLBT, La Paz, Bolivia.

E/Chile 2008, 70min, OmfrU, Regie: Sergio Candel

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
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La vida inesperada

am Mi 04.05. um 20.45 Uhr
Juanito ist Schauspieler und versucht erfolglos, in New York berühmt zu werden. Eines Tages bekommt er Besuch von seinem Cousin Jorge, der scheinbar alles hat, was man sich vom Leben erhofft. Nachdem die beiden einige Zeit miteinander verbracht haben, finden sie langsam heraus, was sich eigentlich hinter dem anderen verbirgt.

Der Film wurde auf dem Festival von Málaga vorgestellt und ist mit zwei der erfolgreichsten Schauspieler Spaniens in den Hauptrollen besetzt: Javier Cámara und Raúl Arévalo.

E 2014, 105 min, OmeU, Regie: Jorge Torregrossa

Do 28.04.Fr 29.04. HEUTE So 01.05.
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Céu de querubins

am Do 05.05. um 12 Uhr
Aecio Sarti ist ein Künstler, der gebrauchte Planen von Lastwagen bemalt. Die Wiederverwendung einer solchen Schutzabdeckung verwandelt ihren eigentlichen Zweck in ein Zeugnis der Kunst. In diesem Dokumentarfilm wird eine mit gigantischen Engeln bemalte Plane dafür verwendet, eine Ladung Keramiktöpfe abzudecken, die von Frauen aus dem trockenen Hinterland des Bundesstaates Bahia hergestellt wurden, um als Frischwasserbehälter zu dienen. Ihre Reise durch den Nordosten Brasiliens unter dem "Himmel der Cherubim" stellt dieser Dokumentarfilm dar.

U.a. Auszeichnungen: Beste Kurzdokumentation im Santa Monica Independent Film Festival (2014), Gold Award – International Movie Awards (Indonesia, 2015), Award of Excelence – The IndieFest Film Awards und Award of Merit (USA, 2014)

Bra 2013, 25 min, OmeU, Regie: Gustavo Massola


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De espaldas al mar

am Do 05.05. um 18.30 Uhr
Es ist der heißeste Sommer seit langem, und Valencia ist wie leer gefegt. Eine Kellnerin, ein junges Mädchen und eine geistig behinderte Frau gehören zu den wenigen, die in der Stadt ausharren und auf die angekündigte Sonnenfinsternis warten. Der Film behandelt Themen wie Freundschaft, Tod, Einsamkeit und sexuelle Gewalt. Im Zentrum stehen drei Frauen, die einen Menschen suchen, dem sie vertrauen können.

E 2009, 82 min, OmeU, Regie: Guillermo Escalona


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La bicicleta

am Do 05.05. um 20.45 Uhr, am Fr 06.05. um 18.30 Uhr
Ein einziges Fahrrad verknüpft drei Lebensgeschichten miteinander. Der 12-jährige Ramón tauscht bei einem alten Fahrradhändler sein kaputtes Fahrrad gegen ein selbstgebautes ein. Die Studentin Julia findet Arbeit als Fahrradkurierin. Als sie ein paar Tage nach London fährt, leiht sie ihrer betagten Freundin Aurora ihr Fahrrad. Diese stößt wenig später auf die Adresse ihrer alten Liebe ..

Das Fahrrad ist eine Liebeserklärung an das umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel und blickt kritisch auf die Probleme der sozial schwachen Milieus in der Großstadt.

E 2006, 105 min, OmeU, Regie: Sigfrid Monleón


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L’illa de l’holandès

am Fr 06.05. um 20.45 Uhr
Im Jahr 1969 wird Lluís, ein junger Universitätsprofessor, wegen seines politischen Engagements auf eine entlegene Insel deportiert. Zuerst möchte er fliehen, doch bald lernt er die attraktive Bäuerin Feli kennen und erliegt ihrem Charme und dem der Landschaft. Gleichzeitig kämpfen die Inselbewohner um ihre Zukunft: Sollen sie es zulassen, dass ein ausländisches Unternehmen eine Feriensiedlung errichtet und der Tourismus die wirtschaftliche Lage belebt oder wäre es besser, die alten Anlagen zur traditionellen Salzgewinnung zu bewahren?

E 2001, 107 min, Ovalencianisch meU, Regie: Sigfrid Monleón


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Arrugas

am Sa 07.05. um 18.30 Uhr
Ein Animationsfilm für Erwachsene, der von der Freundschaft zwischen Miguel und Emilio erzählt, die beide in einem Altenheim leben. Emilio ist dort gerade erst eingewiesen worden und hat Alzheimer im Frühstadium. Miguel und andere Patienten helfen ihm, nicht im gefürchteten Obergeschoss untergebracht zu werden, wo "die Behandelten" leben. Ihr verrückter Plan ist für alle Heimbewohner ein Lichtblick im grauen Alltag und lässt sie zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Arrugas wurde 2012 mit zwei Goyas ausgezeichnet: als bester Animationsfilm und für das beste Drehbuch.

E 2011, 80 min, OmeU, Regie: Ignacio Ferreras / Paco Roca


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Orson West

am Sa 07.05. um 20.45 Uhr, am So 08.05. um 12 Uhr
Als Orson Welles 1985 starb, fand man in seinem Nachlass das Skript zu einem Western, der in Spanien gedreht werden sollte. Zur Umsetzung dieses Plans kam es jedoch nie. Der junge Regisseur Frank Feys macht sich Jahre später daran, das Projekt wiederzubeleben und den Film wirklich zu drehen.

Orson West ist eine Mischung aus Dokumentarfilm und Fiktion. Ein Film mit mehreren Geschichten, belebt durch viele beeindruckende Landschaftsaufnahmen des Carche-Gebirges en Murcia.

E 2012, 87 min, OmeU, Regie: Fran Ruvira


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El cielo abierto

am So 08.05. um 18.30 Uhr
Ein junger Psychiater (Sergi López) gerät in eine Lebenskrise nachdem er von seiner Frau verlassen worden ist. Doch als er Jasmina (Mariola Fuentes), die Schwester einer seiner Patientinnen, kennenlernt, nimmt sein Schicksal eine überraschende Wende: Jene einfache und herzliche Frau macht sich daran, ihm seine Lebensfreude zurückzugeben.

Diese tragisch-komische Geschichte um Liebe und Liebesleid besticht durch viel Witz und zwei ebenso brillante wie erfolgreiche Hauptdarsteller. Das Drehbuch stammt aus der Feder der beliebten Schriftstellerin Elvira Lindo.

E 2001, 105 min, OmeU, Regie: Miguel Albaladejo


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Rencor

am So 08.05. um 20.45 Uhr
Die etwas heruntergekommene Sängerin Chelo Zamora nimmt einen Job in einer Strandbar an. Dort trifft sie den Mann wieder, der ihr vor zehn Jahren übel mitgespielt hat. Sie beschließt, sich an ihm zu rächen und ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dafür ist ihr jedes Mittel recht ..

Ein frühes Werk von Miguel Albaladejo mit Lolita Flores, Jorge Perugorría und Elena Anaya. Lolita Flores, die hier ihr Talent als Schauspielerin und Sängerin beweist, erhielt 2002 für diese Rolle einen Goya.

E 2002, 106 min, OVoU, Regie: Miguel Albaladejo


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Cachorro

am Mo 09.05. um 18.30 Uhr
Pedro führt ein unbesorgtes Leben in der Madrider Schwulenszene. Das ändert sich, als er seinen neun Jahre alten Neffen bei sich aufnimmt, weil dessen Mutter auf Reisen ist. Was zuerst nur als Notlösung gedacht war, wird bald zu einem dauerhaften Zustand. Pedro arrangiert sich mit der Situation und entwickelt väterliche Gefühle für den Jungen. Die Großmutter des Kleinen will das jedoch nicht hinnehmen ..

Ein Film über menschliche Abgründe, uraufgeführt auf der Berlinale 2004. Die Schriftstellerin Elvira Lindo spielt die Rolle der abwesenden Mutter.

E 2004, 100 min, OmeU, Regie: Miguel Albaladejo


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Nacidas para sufrir

am Mo 09.05. um 20.45 Uhr
Die gute Tante Flora ist immer da, wenn man sie braucht: Jahrelang hat sie sich für ihre alten Eltern aufgeopfert, und als ihre einzige Schwester stirbt, nimmt Flora deren Töchter in ihre Obhut. Als sie glaubt, sich auch noch um die uralte Tante Virtudes kümmern zu müssen, engagieren Floras Nichten die fromme Purita, die ihrer Tante helfen soll.

Nacidas para sufrir ist eine wunderbare Komödie mit viel schwarzem Humor, in der traditionelle Rollenbilder mit brisanten Themen wie Homo-Ehe oder Immigration zusammentreffen.

E 2009, 139 min, OmeU, Regie: Miguel Albaladejo


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PESCADOR

am Di 10.05. um 18.30 Uhr, am Mi 11.05. um 20.45 Uhr
Was in Blanquitos kleinem Fischerdorf an Land gespült wird, verändert alles: Am Strand findet ein junger Mann in Holzkisten gepacktes Kokain. Das eröffnet ihm plötzlich die Möglichkeit, endlich seinen Vater zu finden. Doch bevor er sich auf die Reise begibt, verliebt er sich in in die attraktive Lorna, die ihn fortan begleiten wird. Doch ist Lorna nur daran interessiert, selbst Profit aus der Sache zu schlagen. So wird die Suche zu einem riskanten Abenteuer.

Pescador hatte 2011 auf dem Festival von San Sebastián Premiere und erhielt viele internationale Auszeichnungen.

Ecu 2011, 93 min, OmdtU, Regie: Sebastián Cordero


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Con mi corazón en Yambo

am Di 10.05. um 20.45 Uhr
Am 28. Januar 1988 bleibt die kleine Fernanda für ein paar Tage in der Obhut ihrer älteren Brüder Santiago und Andrés. Die beiden Jugendlichen, 14 und 17 Jahre alt, bringen sie morgens in die Schule, doch holen sie sie dort nie wieder ab. Der Grund: Santiago und Andrés sind von der Polizei festgenommen, gefoltert und umgebracht worden.

In diesem autobiographischen Dokumentarfilm stellt die Regisseurin ein Staatsverbrechen in den Mittelpunkt, das ihre Kindheit erschüttert und ganz Ecuador bewegt hat.

Ecu 2011, 135 min, OmdtU, Regie: María Fernanda Restrepo


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Distante cercanía

am Mi 11.05. um 18.30 Uhr
Bernardo Riofríos Leben ist monoton und aussichtslos. Wenn er nicht gerade in der Nationalbank von Quito arbeitet, muss er sich um seine kranke Mutter kümmern. Doch eines Tages lernt er Kurt Mainzel kennen, einen deutschen Nazi-Arzt, der nach Ecuador geflüchtet ist. Gemeinsam planen sie einen Bankraub. Bernardo hofft, so nicht nur seinem alten Leben zu entkommen, sondern auch die schöne Krankenschwester Pepita beeindrucken zu können.

Ecu 2013, 86min, OmeU, Regie: Alex Schlenker


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Silencio en la tierra de los sueños

am Do 12.05. um 18.30 Uhr
Nach dem Tod ihres Mannes ist es im Leben der alten Frau, die in diesem leisen Film die Hauptrolle spielt, still und einsam geworden. Dem grauen Alltag entflieht sie in ihre Träume. Vor ihrem Haus liegt eine magische Welt, in der das Meer ohne Worte zu ihr spricht. Nichts passiert, bis eines Tages ein streunender Hund in ihr Leben tritt.

Ein Film, der das unabwendbare Schicksal des Menschen würdevoll und in Schönheit darstellt. 2015 wurde er ausgewählt, um Ecuador bei der Vorauswahl für die Oscarnominierungen zu vertreten.

Ecu 2013, 94 min, OF, Regie: Tito Molina


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Qué tan lejos

am Do 12.05. um 20.45 Uhr, am Fr 13.05. um 18.30 Uhr
Durch Zufall lernen sich die spanische Touristin Esperanza und die Studentin Teresa in einem Bus kennen. Beide haben das gleiche Ziel: Cuenca, eine Stadt im Süden des Landes. Doch während sich Esperanza auf Entdeckungsreise in Lateinamerika befindet, möchte Teresa nach Cuenca fahren, um ihren Geliebten daran zu hindern, eine andere Frau zu heiraten. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch die faszinierende Landschaft Ecuadors. Dieser erste Spielfilm von Tania Hermida war ein großer Erfolg, sowohl in Ecuador als auch international.

Ecu 2006, 92min, OmdtU, Regie: Tania Hermida


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Five ways to Darío

am Fr 13.05. um 20.45 Uhr
Am Anfang steht eine Frage, die sich wohl jeder schon einmal gestellt hat: Wer bin ich? Darío Aguirre formuliert diese Frage in der dritten Person: Wer ist Darío Aguirre? Er begibt sich auf die Suche und findet einen Sportler, einen Soldaten, einen Wachmann, einen Psychologen und einen Taxifahrer. Sie alle verbindet der gleiche Name und doch sind es vollkommen unterschiedliche Menschen.

Ein humorvoller Dokumentarfilm über die Suche nach sich selbst und nach Anderen.

D 2010, 80 min, OmdtU, Regie: Darío Aguirre


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DARÍO AGUIRRE

am Sa 14.05. um 18.30 Uhr
Wie in seinen Langfilmen geht es auch bei Daríos Kurzfilmen um Identität, Migration und Interkulturalität, eine brandaktuelle Reflexion, für die er einen Preis der UNESCO und zweimal den 1. Preis des Shortfilm Slam Hamburg bekommen hat.

Fremde Heimat
D/Ecu 2002, 25 min, DtOV
Nach zwei Jahren in Deutschland kehrt Darío erstmals in seine Heimat Ecuador zurück. Doch fühlt er sich dort irgendwie nicht mehr zu Hause ..

Mein letzter Tag als fiktiver Mensch
D 2005, 10 min, DtOV
Wenn einem Ausländer in Deutschland eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung erteilt wird, dann bekommt er eine Fiktionsbescheinigung. Wie soll man sich aber integrieren, wenn man nur fiktiv ist?

Schlaflied für eine Rückkehr
D 2007, 15 min, DtOV
Vier Menschen werden nach langer Zeit in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Der Film zeigt ihre letzten Tage in Deutschland und die mentale Vorbereitung auf die fremd gewordene Heimat.

Bodyfront
D 2007, 17 min, DtOV
Reza ist Bodybuilder, Signa ist Tänzerin. Beide trainieren diszipliniert jeden Tag, doch haben ihre Welten wenig gemein, bis sie plötzlich aufeinander treffen ..

Kurzfilme / Cortometrajes


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CESARS GRILL

am Sa 14.05. um 18.30 Uhr
Vegetarier brauchen starke Nerven! Dass muss auch Darío Aguirre erfahren, der seit Jahren in Deutschland lebt und dort die fleischlose Ernährungsweise schätzen gelernt hat. Als jedoch das Restaurant seines Vaters Pleite geht, entschließt er sich, nach Ecuador zurückzukehren, um seinem Vater zu helfen. Doch nicht nur der Fleischkonsum ist ihm über die Jahre fremd geworden, auch die ecuadorianische Lebenswelt sieht er nun mit anderen Augen. Dieser humorvolle und vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm war international schon auf vielen Festivals zu sehen.

DE, CH 2013, 88min, OmdtU, Regie: Darío Aguirre


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RABBI WOLFF

am So 15.05. um 11 Uhr, ab Mo um 19 Uhr
William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff.

Mit seiner unkonventionellen Art und seinem herzhaften Lachen begeisterte der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern die Zuschauer bereits in Britta Wauers Publikumshit "Im Himmel, unter der Erde"(2011), einem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Wauers neuer Film zeigt nun den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland.

Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

Deutschland, 90 min., R: Britta Wauer


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Kurzfilmerlebnis: die Slowakei entdecken

am Mo 16.05. um 18 Uhr
Kurzfilme der Absolvent/inn/en der Filmhochschule Bratislava (VŠMU) werden im Rahmen der Europawoche "Kennen Sie die Slowakei?" von den Filmschaffenden selbst präsentiert. Folgende Kurzfilme vermitteln einen vielschichtigen und abwechslungsreichen Eindruck von Kultur und Gesellschaft der Slowakei:

• Biely les/White Forest, 2014 von Marta Prokopová
• Mila fog, 2015 von Marta Prokopová
• Aion, 2014 von Petra Heleninová
• Večný život, večná mladosť/ Everlasting youth, 2013 von Daniel Dluhý
• Chronos, 2015 von Martin Kazimír
• Zídka / The Wall von Michal Blasko
• Adelaars , 2013 von Andrea Sudorová

Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit zum offenen Gespräch mit Autoren/Regisseuren aus der Slowakei: Michal Blasko, Daniel Dluhý und Marta Prokopová

Kurzfilmprogramm


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A WAR

ab So 15.05. um 20.45 Uhr
Während eines Afghanistan-Einsatzes will ein dänischer ISAF-Kommandant in einer Kampfsituation seine Soldaten schützen und ordnet das Bombardement eines Gebäudes an, in dem dann elf Frauen und Kinder umkommen. Dafür wird er in Dänemark vor Gericht gestellt. Vielschichtiges Kriegs- und Gerichtsdrama über die "Kollateralschäden" des Krieges, das zwischen Kampfeinsatz und der in der Heimat zurückgelassenen Familie des Kommandanten wechselt und dabei Fragen nach Schuld, Recht und Gerechtigkeit aufwirft. Die Inszenierung stellt sorgsam entwickelte Standpunkte einander gegenüber, ohne selbst Partei zu nehmen, was die Dilemmata der Figuren sowie der Situation nachhaltig veranschaulicht.

So-Di deutsche Fassung
Mi OmU

KRIGEN, Dänemark 2015, 119 min., R: Tobias Lindholm, mit Pilou Asbaek, Tuva Novotny, Sören Malling u.a.


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EVA HESSE

ab Do 19.05. um 18.45 Uhr
Eva Hesse ist ein Star der Kunstwelt, von dem viele – vor allem in Deutschland - noch nie gehört haben. Der Film erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen, schönen und talentierten Frau– ein jüdisches Flüchtlingskind aus Hamburg, das sich an die Spitze der US-Kunstszene kämpfte und bis zu ihrem frühen Tod 1970 mit 34 Jahren die Kunstgeschichte verändert hat.

Anlässlich der Ausstellung "Eva Hesse - One More than One" in der Hamburger Kunsthalle 2013 entstand der Dokumentarfilm über Leben, Werk und Wirkung von Eva Hesse. Die Ausstellung bot einen passenden Rahmen um erstmals viele ihrer komplexen Werke filmisch dokumentieren zu können.

Eva Hesse ist eine Künstlerin, der auch in der Kunstwelt in Europa erst in den letzten Jahren größere Aufmerksamkeit und Begeisterung für ihr Werk zu Teil wurde. Der Dokumentarfilm EVA HESSE ist eine außergewöhnliche Künstlerbiographie, eine wirkliche Entdeckung für kunstinteressierte Kinogänger.

USA / D 2016, 104 min., OmU, R: Marcie Begleiter


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PELO MALO

ab Do 19.05. um 20.45 Uhr
Ein kleiner dunkelhaariger Junge schmiert sich Speiseöl in die Locken, dann kämmt er sich die Haare glatt. Die Haare besitzen einen hohen symbolischen Stellenwert in "Pelo Malo", was "schlechtes Haar" bedeutet; eine rassistische Anspielung auf das krause Haar der schwarzen Bevölkerung; zugleich definiert die Frisur aber auch die sexuelle wie kulturelle Identität des Jungen.

Der neunjähriger Junge aus Caracas träumt von einer Karriere als Pop-Star und würde sein widerspenstiges, dunkel gelocktes Haar gerne gegen die glatte Frisur seiner Vorbilder eintauschen. Seine Großmutter unterstützt ihn in seinen musischen Ambitionen, während die Mutter seine Entwicklung mit Widerwillen beobachtet. Um die Auseinandersetzungen nicht weiter eskalieren zu lassen, opfert der Junge seine Haarpracht, hält aber an seinen Zielen fest. Der sensibel inszenierte Familienfilm um neue und tradierte Rollenbilder entfaltet ein eindringliches Mutter-Sohn-Drama, in dem es um sexuelle Identität, Rassismus und soziale Marginalisierung geht. Dabei spiegeln sich familiäre Spannungen und der desaströse Zustand der venezolanischen Gesellschaft gegenseitig.

Venezuela/Peru 2013, 94 min., OmU, R: Mariana Rondón, mit Samuel Lange Zambrano, Samantha Castillo, Beto Benites, Nelly Ramos u.a.


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M - Eine Stadt sucht einen Mörder

ab Mi 25.05. um 20.45 Uhr
Ein psychopathischer Kindermörder beunruhigt die Bevölkerung, narrt die Polizei und versetzt auch die Unterwelt in Aufregung. Während ein Kommissar dem Täter durch Indizien auf die Spur kommen will, sendet die Bettler- und Ganovenorganisation ihre Spitzel aus; in die Enge getrieben, flieht der Mörder in ein Sparkassengebäude, wo er von den Verbrechern gestellt wird. Erst in letzter Minute kann er vor dem Todesurteil eines makabren Unterwelttribunals bewahrt und der staatlichen Justiz übergeben werden.

Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den "Abartigen" im Namen des "gesunden Volksempfindens" gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden. (Quelle: Lexikon des internationalen Films)

D 1931, 111 min., R: Fritz Lang, mit Peter Lorre, Gustav Gründgens, Otto Wernicke, Theo Lingen, Inge Landgut u.a. restaurierte digitale Fassung


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IXCANUL – Träume am Fuß des Vulkans

ab Do 26.05. um 19 Uhr
Eine 17-Jährige vom Stamm der Kaqchiquel-Maya lebt im Hochland Guatemalas am Fuße eines aktiven Vulkans auf einer kleinen Kaffeeplantage, die ihrer Familie den Lebensunterhalt garantiert. Die junge Frau träumt von einer besseren Zukunft in den USA und lässt sich auf einen jungen Mann ein, mit dem sie flüchten will. Als sie von ihm schwanger wird, benutzt sie dies als Druckmittel auch gegenüber jenem jungen Mann, dem ihre Eltern sie zur Frau versprochen haben, was zu Konflikten führt. Ein betont ruhig, mit vielen aufmerksamen Blicken in die Alltagswelt sowie die indigene Kultur erzählter Spielfilm, eindrucksvoll gespielt von Laiendarstellerinnen und -darstellern. IXCANUL gewann den Silbernen Bären 2015.

IXCANUL, Guatemala 2015, 91 min., OmU (Maya-Cakchiquel/Spanisch), R: Jayro Bustamante, mit María Mercedes Coroy, María Telon, Manuel Atún u.a.


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M - Eine Stadt sucht einen Mörder

weiter ab Do 26.05. um 20.45 Uhr
Ein psychopathischer Kindermörder beunruhigt die Bevölkerung, narrt die Polizei und versetzt auch die Unterwelt in Aufregung. Während ein Kommissar dem Täter durch Indizien auf die Spur kommen will, sendet die Bettler- und Ganovenorganisation ihre Spitzel aus; in die Enge getrieben, flieht der Mörder in ein Sparkassengebäude, wo er von den Verbrechern gestellt wird. Erst in letzter Minute kann er vor dem Todesurteil eines makabren Unterwelttribunals bewahrt und der staatlichen Justiz übergeben werden.

Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den "Abartigen" im Namen des "gesunden Volksempfindens" gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden. (Quelle: Lexikon des internationalen Films)

D 1931, 111 min., R: Fritz Lang, mit Peter Lorre, Gustav Gründgens, Otto Wernicke, Theo Lingen, Inge Landgut u.a. restaurierte digitale Fassung


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Chico & Rita

am Sa 28.05. um 20.45 Uhr, am So 29.05. um 12 Uhr
Chico ist ein junger kubanischer Pianist mit großen Träumen, Rita eine wunderschöne Sängerin mit einer außergewöhnlichen Stimme. Dieser Animationsfilm erzählt in der Tradition des Bolero von zwei Liebenden, die von Erfolg, Eifersucht und Verrat getrennt und von ihrer Sehnsucht wieder vereint werden, während die Musik ihrer Heimat den amerikanischen Jazz revolutioniert.

Europäischer Filmpreis 2011 in der Kategorie Bester Animationsfilm. 2012 für den Oscar nominiert.

E/GB 2010, min 94, OmdtU, Regie: Fernando Trueba, Javier Mariscal, Tono Errando


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HEART OF A DOG

erneut ab So 29.05. um 20.45 Uhr
"Hallo, du kleiner Dummkopf - ich werde dich für immer lieben." So beginnt HEART OF A DOG, Laurie Andersons filmische Reise zu Liebe, Tod und Sprache. Laurie Anderson, weltberühmte multimediale Künstlerin, reflektiert in ihrem zweiten Film, einem sehr persönlichen Essay, über den Tod ihres Ehemannes Lou Reed, ihrer Mutter, ihres heißgeliebten Hundes und verwebt Kindheitserinnerungen,Videotagebücher und philosophisches Nachdenken über Datensammlungen, Überwachungskultur und die buddhistische Konzeption des Leben nachdem Tode und sie zollt zahlreichen Künstler, Autoren, Musikern und Philosophen, die sie zutiefst berührt und inspiriert haben, Tribut. "Man muss die Traurigkeit fühlen, ohne selbst traurig zu sein", sagt Laurie Anderson, frei nach ihrem Meditationslehrer Mingyur Rinpoche.

USA 2015, 75 min., OmU, R: Laurie Anderson, mit Jason Berg, Bob Currie, Dustin Guy Defa


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34. REGENSBURGER STUMMFILMWOCHE 2016

Do 04. bis So 14. August 2016
➜ im MuseumsCafé - Klosterhof des Historischen Museums,
➜ bei Regen im Leeren Beutel.

Kenner wissen, dass ein Stummfilmabend mehr ist als Kino oder Konzert: Jede Vorstellung wird von hochkarätigen Musikern begleitet, die für diesen Anlass neue Musiken schaffen. Jedes Filmkonzert erweckt die Bilder aus den '10er und '20er Jahren zu frischem Leben und macht die Live-Vorstellungen noch heute zu einem Erlebnis - ein kulturell-sommerlicher Hochgenuss für Auge und Ohr im Ambiente des MuseumsCafés im Klosterhof des Historischen Museums ..