DIE NIBELUNGEN II - KRIEMHILDS RACHE

Fritz Lang, D 1923/1924, 126 Minuten, viragiert, BluRay
Buch: Thea von Harbou, Kamera: Carl Hoffmann, Günther Rittau, Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht, Kostüme: Paul Gerd Guderian, Produzent: Erich Pommer, DarstellerInnen: Margarete Schön, Rudolf Klein-Rogge, Theodor Loos, Hans Adalbert Schlettow, Bernhard Goetzke u.a.

Das ist der erste "Blockbuster mit Kunstanspruch" (Arte). "Was Fritz Lang nicht wollte, war Wagner. Alles Mystische, Weihevolle fehlt. Es ist kein patriotisches Festspiel, sondern Ritter- und Abenteuerkino auf dem neuesten technischen Stand" (FAZ), Vorreiter von Star Wars oder Herr der Ringe. Die aufwendige Restaurierung macht die Wucht dieser Verfilmung wieder erlebbar.

2. Teil – Kriemhilds Rache: Siegfrieds Frau rächt sich blutig an den Verrätern, unter ihnen ihre eigenen Brüder. Dieser Teil lebt von der "Dynamik der Zerstörung und dem Sog der Rache und gibt dem 1. Teil erst seine Bedeutung" (FWMS).

Live-Musik: Klaus Reichardt & Jan Kahlert (München)

"DIE NIBELUNGEN gilt als der erste "Blockbuster mit Kunstanspruch", fußt auf der alten nordischen Sage und ist Vorreiter von STAR WARS oder HERR DER RINGE (D. Kothenschulte). "Was Fritz Lang nicht wollte, war Wagner. Alles Mystische und Weihevolle fehlt. Es ist kein patriotisches Festspiel, sondern Ritter- und Abenteuerkino auf dem neuesten technischen Stand der Inflationszeit" (A. Kilb). Das zeigt sich schon in der Ausstattung, die bei Monumentalbauten, Innenräumen und Kostümen auf strenge Neue Sachlichkeit setzt. DIE NIBELUNGEN ist bis dahin der teuerste deutsche Film und schon in der Vorbereitung als "Superproduktion" (ARTE) angelegt. Regisseur Fritz Lang und seine Frau und Drehbuchautorin Thea von Harbou trafen sich mit Kameraleuten, Kostümbildnern und (Film-)Architekten monatelang zu Planungssitzungen – dieses Team mit großen Namen der Zeit hatte eben DR. MABUSE geschaffen und sollte sich danach für einige der imposantesten Filme wie METROPOLIS wieder zusammenfinden. Schon während der Dreharbeiten wurden regelmäßig Presseberichte lanciert, in denen die gerade im Studio Babelsberg entstehenden technischen Wunderdinge gerühmt wurden. Das stilbildende Epos wurde vier Jahre lang restauriert, aus 18 Quellen Bild für Bild kombiniert und wieder im originalen erdigen Orangeton eingefärbt. Durch die aufwendige Restaurierung wird die Wucht dieser Verfilmung und die starke Licht-Schatten-Arbeit des Kameramanns Carl Hoffmann wieder sichtbar.

Siegfried ist wohl die bekannteste deutsche Heldensage: der Drachentöter, der durch sein Bad in dessen Blut (fast) unverwundbar wird, sich den Schatz der Nibelungen und die Hand der Königstochter Kriemhild erkämpft. Nur durch Heimtücke kann der Held hinterrücks von Hagen getötet werden.

Vor allem hier kommt die neue Filmtechnik zum Einsatz: der riesige Drache im stilisierten Wald, die Nebelwiese mit dem unsichtbaren Alberich, die langsame Versteinerung der Zwerge, die Tarnkappe, der Traum, in dem sich ein blühender Kirschbaum in einen Totenkopf verwandelt ..

Do 07.08.

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Fr 08.08.

20:30

Sa 09.08.

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So 10.08.

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Mo 11.08.

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Di 12.08.

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Mi 13.08.

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2014