SAFARI

Dokumentarfilm von Ulrich Seidl / AT 2016 / 91 min SP 4 €

Afrika. In den Weiten der Wildnis, dort, wo es Buschböcke, Impalas, Zebras, Gnus und anderes Getier zu Tausenden gibt, machen deutsche und österreichische Jagdtouristen Urlaub. Sie fahren durch den Busch, sie liegen auf der Lauer, sie gehen auf die Pirsch. Dann schießen sie, weinen vor Aufregung und posieren voller Stolz. — SAFARI ist ein Urlaubsfilm über das Töten und erkundet, was den Menschen an der Jagd fasziniert. Die verstörende Erkenntnis: Töten macht glücklich, und die Jäger kommen sich dabei sogar noch näher.

Eine filmische Zumutung im besten Sinn. — dradio kultur

Do 11.01.

18:45

Fr 12.01.

18:45

Sa 13.01.

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So 14.01.

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Mo 15.01.

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Di 16.01.

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Mi 17.01.

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DJANGO – EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK

DJANGO / Spielfilm von Etienne Comar / FR 2017 / 115 min / mit Reda Kateb, Cécile de France u.v.a.

Der umjubelte Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale erzählt aus dem Leben des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt (1910–1953). Schauplatz ist das von den Deutschen besetzte Frankreich im Jahr 1943. Django ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gipsy-Swing, einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Tournee nach Deutschland schicken wollen. Django weigert sich. Seine Pariser Geliebte hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unterzutauchen. Hier trifft er auf Mitglieder seiner weitverzweigten Familie, die ebenfalls auf der Flucht sind. Über den Genfer See will er in die Schweiz gelangen, doch die Nazis sind ihm dicht auf den Fersen.

In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar einen unkonventionellen Künstler und Freigeist, dessen Leben so improvisiert war wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen. Reda Kateb brilliert in der Rolle des Ausnahme-Künstlers an der Seite von César-Gewinnerin Cécile de France.

Reda Kateb simuliert als Django dessen hochvirtuose Gitarrenkunst perfekt. — Spiegel

Do 11.01.

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Fr 12.01.

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Sa 13.01.

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So 14.01.

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Mo 15.01.

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Di 16.01.

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Mi 17.01.

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Do 18.01.

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Sa 20.01.

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So 21.01.

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Mo 22.01.

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Di 23.01.

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Mi 24.01.

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HATARI!

Spielfilm von Howard Hawks / US 1962 / 157 min / FSK: 12 / mit John Wayne, Hardy Krüger, Elsa Martinelli, Red Buttons u.v.a. SP 4 €

Eine Handvoll Großwildjäger geht in Ostafrika einem harten Job nach: Mit Spezialjeeps jagen sie für Zoos wilde Tiere. Ihr Boss ist die energische Brandy, vor der selbst hartgesottene Kerle wie Sean und Kurt Respekt haben. Für einige Verwirrung sorgt die attraktive Fotoreporterin Dallas, die eine Bildreportage über afrikanische Großwildjagd machen möchte...

Ein vorzüglicher Unterhaltungsfilm, der souverän die Balance zwischen Spannung und Komik findet. Ohne jeden Hang zur billigen Sensation verbindet Hawks die konventionelle, aber sympathische Spielhandlung mit vielen originellen, aber auch packenden Szenen von fast dokumentarischer Intensität. — Lexikon des internationalen Films

Do 11.01.

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Fr 12.01.

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Sa 13.01.

17:30

So 14.01.

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Mo 15.01.

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Di 16.01.

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Mi 17.01.

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DIE SPUR

POKOT / Spielfilm von Agnieszka Holland / PL/DE/CZ/SE/SK 2017 / 128 min / FSK: 12

Duszejko, eine pensionierte Brückenbauingenieurin, lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist charismatisch, exzentrisch, eine leidenschaftliche Astrologin und strikte Vegetarierin. Eines Tages sind ihre Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn. Weitere Männer, allesamt Jäger oder Wilderer, sterben auf mysteriöse Weise. Haben Tiere die Männer auf dem Gewissen? Oder lässt sich ein Mensch zu einem blutigen Rachefeldzug hinreißen? Irgendwann fällt der Verdacht auf Duszejko... Agnieszka Holland (HOUSE OF CARDS; TREME) kehrt mit einem Mix aus Detektivstory, Ökothriller und feministischem Märchen ins Kino zurück.

Spannende Genremischung mit Thrillerelementen. Ein Film, der in Polen für viel Wirbel gesorgt hat. — ZDF

Silberner Bär – Berlinale 2017

Do 11.01.

20:30

Fr 12.01.

20:30

Sa 13.01.

20:30

So 14.01.

20:30

Mo 15.01.

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Di 16.01.

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Mi 17.01.

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REVOLUTION OF SOUND. TANGERINE DREAM

Dokumentarfilm von Margarete Kreuzer / DE 2017 / 87 min

Ende der 60er-Jahre ist der Kalte Krieg in vollem Gange und das Universum wird für viele zum Sehnsuchtsort. In West-Berlin gründet der Student Edgar Froese die Psychedelic-Band Tangerine Dream, mit der er Klangwelten erschaffen will, die die Hörer:innen in andere Sphären katapultieren und das Bewusstsein auch ohne Drogen erweitern soll. Klassische Instrumente werden verbannt zugunsten spektakulärer Bühnenshows mit altargroßen Moogs und Synthesizern. Die Band wird zum internationalen Hit, Salvador Dalí und David Bowie zu frühen Fans. Nach Erfolgen in den britischen Top-Ten wird schließlich auch Hollywood auf diese Deutschen mit ihrer abgespaceten Musik aufmerksam...

2015 starb Edgar Froese überraschend. Der Film zeigt bisher unveröffentlichte Aufnahmen, gedreht vom Bandleader himself, auf Touren in Europa und Amerika. Margarete Kreuzers poetische Doku ist das Zeugnis einer einzigartigen Bandgeschichte.

Do 11.01.

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Fr 12.01.

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Sa 13.01.

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So 14.01.

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Mo 15.01.

19:30

Di 16.01.

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Mi 17.01.

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MARIKAS MISSIO

Dokumentarfilm von Michael Schmitt / DE 2017 / 73 min

Eine wunderbare Doku über eine starke Regensburger Persönlichkeit: Marika ist gläubige katholische Religionslehrerin. Das heißt auch, sie hat sich verpflichtet, ein Leben gemäß den Sittenregeln der katholischen Kirche zu führen. Homosexuell zu leben verstößt gegen diesen Kodex. Nach jahrelangem Druck, die Beziehung mit ihrer Partnerin Anke zu verstecken, entscheidet Marika neu...

Eine feinfühlige Dokumentation über ein sehr privates und gleichzeitig gesellschaftlich höchst brisantes Thema. — SZ

am 16.+17.01. in Anwesenheit der beiden Protagonistinnen!

Do 11.01.

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Fr 12.01.

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Sa 13.01.

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So 14.01.

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Mo 15.01.

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Di 16.01.

18:30

Mi 17.01.

18:30

120 BPM

120 BATTEMENTS PAR MINUTE / O.m.dt.U / Spielfilm von Robin Campillo / FR 2017 / 143 min / FSK: 16 / mit Nahuel Pérez Biscayart, Arnaud Valois, Adèle Haenel, Antoine Reinartz u.v.a.

Paris, Anfang der 90er. Seit Jahren wütet Aids in Frankreich, doch noch immer wird über die Epidemie in weiten Teilen der Gesellschaft geschwiegen, und die Pharma-Lobby verschleppt die Entwicklung neuer Medikamente. "ACT UP", eine Aktivistengruppe von Betroffenen, will auf die Missstände aufmerksam machen – mit radikalen Aktionen. Der 26-jährige Neuling Nathan verliebt sich in Vorkämpfer Sean, bei dem kurz darauf die Krankheit ausbricht...

Zerreißt einem das Herz. — Variety

Grand Prix / Queer Palm / FIPRESCI Award – Filmfestspiele Cannes 2017

Do 11.01.

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Fr 12.01.

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Sa 13.01.

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So 14.01.

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Mo 15.01.

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Di 16.01.

20:15

Mi 17.01.

20:15