• Do 16.11.
  • Fr 17.11.
  • Sa 18.11.
  • So 19.11.
  • Mo 20.11.
  • Di 21.11.
  • Mi 22.11.
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HEIMSPIEL 9

Dauerkarten für HEIMSPIEL 9 können an folgenden Vorverkaufsstellen erworben werden:

Kinos im Andreasstadel

OSTENTOR

FILMGALERIE

Lehrstuhl für Medienwissenschaft

Telefonische Kartenreservierung: 0941 89 799 169 (tägl. ab 15 Uhr)

Do 23.11. um 18:45 Uhr
Do 23.11. um 18:45 Uhr

Manifesto

Regie Julian Rosefeldt / 2015 / D /98 Min. / Verleih DCM / OmU

Die zwölf Texte, die in Manifesto von Cate Blanchett in unterschiedlichen Rollen rezitiert werden, vom kommunistischen Manifest über den Dadaismus bis hin zu den Regeln der Dogma-95-Bewegung – sie alle zählen zum Kanon unserer Kulturgeschichte.

Videokünstler Julian Rosefeldt reiht sie nicht nur aneinander, sondern stellt sie insounterschiedliche wie phantasievolle und scheinbar isolierte Kontexte. Mal sieht man Blanchett als Obdachlosen durch eine postapokalyptische Landschaft streifen, dann als brave Grundschullehrerin oder als durchgestylte Nachrichtensprecherin. Faszinierend ist, wie zwar Dissonanzen zwischen der Bildebene und den monologartig vorgetragenen Manifesten entstehen, die Texte aber immer mehr ineinander zu fließen scheinen und sich dem Zuschauer so intuitiv erschließen. Das gelingt durch die großartig aufspielende Cate Blanchett, sowie die assoziative Bildsprache kombiniert mit einem eindrücklichen Sounddesign. Aber auch die kluge Montage, welche die Gleichzeitigkeit der ursprünglichen Installation ersetzt, trägt dazu bei, deren Sogkraft auf die Kinoleinwand zu übertragen.

Do 16.11. um 21:15 Uhr
Do 16.11. um 21:15 Uhr

Mr. Long

Ryu san / Regie Hiroyuki "Sabu" Tanaka / Jahr 2017 / J / 129 Min. / Verleih Rapid Eye Movies / japanisch mU

Als Zuschauer verfolgt man in fünf Akten die Wandlung des aus Taiwan stammenden Profikillers Long, der nach einem geplatzten Auftrag in Japan versucht, sein Leben zu ändern und seiner Vergangenheit zu entfliehen. Da kommt ihm das kleine japanische Dorf gerade recht. Dort trifft er auf einen Jungen und beginnt sich um ihn zu kümmern, vor allem für ihn zu kochen, da dessen Mutter drogenabhängig ist. Schnell verbreitet sich das Gerücht vom Kochtalent des Neuen und dank eifriger Nachbarschaftshilfe beginnt Long, eine fahrbare Nudelsuppenküche aufzubauen. Einen Moment lang scheint es, als könne er der Gewaltspirale seines ehemaligen Lebens entkommen, ehe ihn die Vergangenheit gnadenlos einholt.

Mr. Long schweigt sich stoisch durch den gesamten Film. Sabu transportiert seine vermeintliche Saulus/Paulus-Geschichte mit unglaublicher erzählerischer Präzision und Hingabe. Die Kochszenen inszeniert er ebenso spektakulär und aufwändig wie die Arien des Profikilleralltags. Wie er die emotionale Balance zwischen diesen scheinbar völlig unterschiedlichen Welten herstellt, zeugt von seiner absoluten Meisterschaft.

Fr 17.11. um 18:45 Uhr
Fr 17.11. um 18:45 Uhr

Réparer les vivants

Heal the Living / Regie Katell Quillévéré / Jahr 2016 / F/B / 103 Min. / Verleih Wild Bunch Germany / französisch mU

Von den ersten Einstellungen an entwickelt Réparer les vivants einen mitreißenden Sog. Der Film ist in ständigem Fluss, elegant und leichtfüßig entwickelt er ein schweres Thema: Der eigene Sohn wird ins Krankenhaus eingeliefert. Es gibt keine Hoffnung. Für Marianne (Emmanuelle Seigner) und Vincent (Kool Shen) wird dieser Albtraum zur furchtbaren Realität. Es bleibt kaum Zeit zur Trauer, denn sie stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Werden sie die lebenserhaltenden Maßnahmen abschalten und die Organe ihres Sohnes Simon spenden? Dadurch könnte das Leben eines anderen Menschen gerettet werden. Andernorts verschlechtert sich der Zustand der herzkranken Mutter Claire (Anne Dorval) immer mehr.

Réparer les vivants verbindet die Geschichten zweier Familien, verbindet Arzt- und Unfalldrama, verbindet Liebesfilm und Tod. Mit wenigen Dialogen, eindringlichen Bildern und sensationellen Schauspielern (unter anderem Tahar Rahim aus Un prophète) gelingt es dem Film, seine Zuschauer ohne manipulative Effekte die intensiven Emotionen der Eltern, Jugendlichen und Ärzte nach- und mitzuempfinden.

Fr 17.11. um 21:15 Uhr
Fr 17.11. um 21:15 Uhr

A Gentle Creature

Die Sanfte / Regie Sergei Loznitsa / Jahr 2017 / F/D/NL/LIT / 143 Min. / Verleih Grandfilm / russisch mit deutschen Untertiteln

Die Sanfte, so wird die Hauptfigur in Sergei Loznitsas neuem, lose von Dostojewskis gleichnamiger Kurzgeschichte inspirierten, Werk betitelt. Tatsächlich erträgt die Ehefrau, die eigentlich nur ihren Mann im Gefängnis besuchen will, ruhig, fast stoisch, die unüberwindbaren Hindernisse, vor welche sie dieses Vorhaben stellt. Was bei Kafka das Schloss ist, ist in Loznitsas Film das Gefängnis, dessen Apparat das ganze umliegende Dorf kontrolliert.

Deren Charaktere unterscheiden sich nicht nur äußerlich den Normen des postmodernen Kinos. Loznitsa packt etliche so skurrile wie grausame Figuren bar jeder Sympathie in seine verträumten, präzise komponierten Einstellungen. Mit dieser gleichwohl abstoßenden wie faszinierenden Welt gelingt dem ukrainischen Regisseur eine ambivalente Parabel auf das postsowjetische Russland zwischen liebevoll nostalgischem Blick und niederschmetternder Kritik. Nach und nach driftet Die Sanfte von einem schon von Beginn an bizarr wirkenden Realismus ins märchenhaft Phantastische ab und treibt seine allegorische Kraft, sowie seine hypnotische Bildgewalt auf die Spitze.

Sa 18.11. um 18:45 Uhr

Le Fils de Jean

Die kanadische Reise / Regie Philippe Lioret/ 2016 / F/CND / 98 Min. / Verleih temperclayfilm / französisch mU

Unvermittelt erfährt der verheiratete französische Geschäftsmann Mathieu vom Tod seines Vaters, den er nie kennengelernt hat. Er reist in dessen Heimatstadt Québec, um dort der Beerdigung beizuwohnen und ein kleines Erbe anzunehmen. Vor allem aber möchte er mehr über seinen Vater und die beiden fremden Halbbrüder erfahren. Statt Antworten erwarten ihn jedoch eisiges Schweigen und heftige Spannungen.

Präzise Dialoge und intensive Schauspielleistungen: Dramaspezialist Philippe Lioret gelingt mit seiner achten Regiearbeit ein kraftvolles Drama. Beinahe unmerklich entwickelt sich stetig eine unerwartete Intensität, die in einem ungeheuer emotionalen und ergreifenden Ende gipfelt.


Sa 18.11. um 21:15 Uhr

LOVELESS

Nelyubov / Regie Andrej Zvyagintsev / 2017 / R/F/B/D / 127 Min. / Verleih Wild Bunch Germany / russisch mU

Zhenya (Maryana Spivak) tippt nervös auf ihrem Smartphone herum, man spürt ihre Anspannung, wenn Boris (Aleksey Rozin) den Raum betritt. Der erste Vorwurf folgt, bevor er die Jacke ausgezogen hat. Man merkt ihm an, dass er sich zusammenreißt, stoisch vor sich hin starrt während sie sich immer weiter in Rage redet. Beiden ist anzusehen, wie sehr sie sich verabscheuen und sich nach ihren neuen Partnern sehnen. Unbemerkt und unbeachtet heult sich Sohn Alyosha (Matvey Novikov) die Augen aus dem Kopf. Als die Eltern schließlich sein Verschwinden bemerken, scheint es längst zu spät.

LOVELESS Kinematografie ist so kalt wie die Darstellung seiner zerbrochenen Ehe, schafft es aber gleichzeitig, dass man sich dieser in jeder Hinsicht arktischen Szenerie nach den ersten Minuten nicht mehr entziehen kann. Regisseur Andrej Zvyagintsev gelingt dadurch nicht nur ein emotional einzigartiger Thriller, sondern auch eine pointierte und alles andere als unterkühlte Kritik an der russischen Gesellschaft. Nach LEVIATHAN das nächste brillant unterkühlt epische Meisterwerk Andrej Zvyagintsevs bei Heimspiel.


So 19.11. um 18:45 Uhr

Meine schöne innere Sonne

Un beau soleil Intérieur / Regie Claire Denis / 2017 / F / 94 Min. / Verleih Pandora Filmverleih / französisch mU

Vor einigen Jahren haben wir der französischen Ausnahmeregisseurin Claire Denis (Un beau travail) eine Hommage gewidmet, nun präsentieren wir ihren neuesten Film als Premiere.

Juliette Binoche ist Isabelle, eine Pariserin im "besten Alter". Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als wahre aufrichtige Liebe. Die vielen Männer, die sie trifft – verheiratet, verzweifelt oder egozentrisch – rauben ihr aber eher Kraft, als dass sie ihr welche schenken.

Guter Rat ist teuer und er kommt – scheinbar im letzten Moment – in Form eines wuchtigen charismatischen Mannes (Gérard Depardieu), von dem auch nicht ganz klar wird, ob er Scharlatan oder Erlöser ist.

Claire Denis versammelt ein sensationelles männliches Ensemble um die sensationell aufspielende Juliette Binoche: neben Depardieu unter anderem Bruno Podalydès (Monsieur Chocolat), Nicolas Duvauchelle (Dalida) und Xavier Beauvois (Des hommes et des dieux), dem wir ebenfalls bereits eine Hommage gewidmet haben. Er verkörpert einen besonders unangenehmen und anhänglichen Liebhaber, dessen negative Präsenz Isabelle irritiert, ehe sich ihr im Finale vielleicht endlich eine neue Perspektive bietet. Die lange dialogische Begegnung am Ende ist der absolute Höhepunkt dieses ungewöhnlichen Werks im Oeuvre von Claire Denis.

Eröffnungsfilm der Director’s Fortnight in Cannes.


So 19.11. um 21:15 Uhr

Western

Regie Valeska Griesbach / 2017 / D/AUT/BGR / 119 Min. / Verleih Piffl Medien / OV

Die Sonne brütet über den Männern. Die Lage ist angespannt. Es mangelt an Nachschub und Wasser. In der Nacht werden Wachen aufgestellt, um sich vor Übergriffen der Einheimischen zu schützen.

Was klingt wie ein Westernszenario, spielt doch in Bulgarien. Dort soll ein deutscher Bautrupp ein Wasserwerk errichten, die Arbeit geht allerdings nur schleppend voran und man streitet sich mit den Anwohnern um die wenigen Ressourcen. Nur der Ex-Fremdenlegionär Meinhard (Meinhard Neumann) freundet sich trotz großer Sprachprobleme mit den Einheimischen, an. Immer wieder versucht er, die Wogen zwischen den beiden Streitparteien zu glätten und bald fühlt er sich im Dorf der Bulgaren mehr zu Hause als irgendwo sonst.

Lange Zeit war es relativ still um Valeska Grisebach, doch jetzt, elf Jahre nach ihrem letzten Spielfilm Sehnsucht, kehrt sie mit einem Knall zurück - und zwar zusammen mit dem Produzententeam von Toni Erdmann. Der Film transportiert Erzählmotive des klassischen Western nach Bulgarien und lässt dort den amerikanischen Frontier-Mythos wiederauferstehen. Cowboys werden zu Bauarbeitern, Indianer zu Bulgaren und aus der Eisenbahn wird ein Wasserwerk. Ein Traum von der Ferne und der Sehnsucht nach einem Neuanfang. Eine wunderbare Neuinterpretation des Genres. Gleichzeitig knüpft Grisebach an Wolfgang Staudtes tiefdeutschen Herrenpartie an.

Ein besonderes Highlight des Films sind die Schauspieler. Wie bei ihrem vorangegangenen Film arbeitet Valeska Grisebach auch diesmal mit Laien. Vor allem der Hauptdarsteller, Meinhard Neumann, agiert so körperlich und authentisch, dass er einen magischen Lone Ranger abgibt.


Mo 20.11. um 18:45 Uhr

Drei Zinnen

Regie Jan Zabeil / 2017 / CH / 94 Min. / Verleih NFP marketing & distribution / OV

Aaron (Alexander Fehling aus Goethe! und Inglorious Basterds) und Lea (Bérénice Bejo aus L'Économie du couple und The Childhood of a leader) wollen sich im Dolomiten-Urlaub näher kommen, als es die vergangenen zwei Jahre zugelassen haben. Lea löst sich langsam aus ihrer Ehre und tut sich schwer, ihrem Sohn Tristan eine zweite Vaterfigur vorzusetzen.

Doch je vorsichtiger Lea agiert und je zurückweisender Tristan sich gibt, umso energischer wirbt Aaron um die Gunst des Achtjährigen. Auf immer herausfordernderen Märschen durchs Gebirge will er den Jungen gleichzeitig beeindrucken und einschüchtern. Es kommt zur Katastrophe.


Mo 20.11. um 21:15 Uhr

Maze

Regie Stephen Burke / 2017 / UK / 92 Min. / Verleih Visit Films / OmU

1983: Nach einem Hungerstreik kommt IRA-Kommandant Larry Marley ins Hochsicherheitsgefängnis Maze. Mit seinem Verhalten eckt er bei Mitgefangenen beider Lager an. Ausgerechnet mit dem Wärter Gordon Close knüpft er eine seltsam intime Bindung. Während beide schleichend langsam eine Idee von der Perspektive des jeweils anderen gewinnen, laufen im Hintergrund genauso zäh aber zielstrebig die Vorbereitungen zum größten Gefängnisausbruch nach dem Zweiten Weltkrieg. Und der wird Opfer fordern.

Maze ist ein ultraspannender und politisch komplexer Thriller und eine Ausnahmeerscheinung im prison escape Genre.


Di 21.11. um 18:45 Uhr

Jackie

Regie Pablo Larraín / 2017 / USA/CHL/F / 100 Min. / Verleih Tobis / OmU

Das Wunderkind des neuen chilenischen Kinos, Pablo Larraín, geht mit seiner ersten US-Produktion bewusst nicht den Weg eines klassischen Biopics und konzentriert sich vielmehr auf den Moment einer der größten nationalen Katastrophen der USA: Die Ermordung John F. Kennedys. In den Tagen danach gehen Bilder um die Welt, die zu den bekanntesten unserer Zeitgeschichte zählen.

Larraín verarbeitet diese aus der Perspektive Jacky Kennedys; einer First Lady, die vor und nach der Tragödie versucht, einen Mythos zu schaffen. Diese Konstellation – zwischen Schock, Trauer und Geschichtsbewusstsein – zeigt sich im herausragenden Spiel der Hauptdarstellerin. In Natalie Portmans Gesicht und Haltung wechselt sich entschlossene Gefasstheit mit kleinen Nuancen von Gefühlsregungen ab, die mal im Keim erstickt werden, mal ausbrechen. Jackie ist aber alles andere als nüchterne Charakterstudie.

Larraín nähert sich einigen der populärsten Bilder unserer Zeit im Gestus der Reproduktion. Archivmaterial und Rekonstruktion fließen scheinbar ineinander über und legen etwas Neues frei. Durch seinen Rhythmus und seine Intensität sowie einen andächtigen wie eindringlichen Score wirkt der Film weniger analytisch sezierend als sphärisch. Die traumartige Atmosphäre zieht einen geradezu hypnotisch in den Bann dieses zukünftigen Klassikers.


Di 21.11. um 21:15 Uhr

LICHT

Regie Barbara Albert / 2017 / D/AUT / 97 Min. / Verleih farbfilm Verleih / mit englischen Untertiteln

LICHT basiert auf einer wahren historischen Begebenheit: der Behandlung der berühmten blinden Pianistin Maria Theresia von Paradis durch den umstrittenen Alternativmediziner Franz Anton Mesmer im Wien des 18. Jahrhunderts. Regisseurin Barbara Albert begnügt sich nicht mit einer Nacherzählung, sondern ergründet vor allem die Erfahrungswelt ihrer Protagonistin und liefert eine packende Sozialstudie des Wiener Rokoko. Hervorragend verkörpert von Maria Dragus (Tiger Girl), wird Maria Theresia zu einer dreidimensionalen Figur, an deren Schicksal man großen Anteil nimmt.


Mi 22.11. um 18:45 Uhr

Beach Rats

Regie Eliza Hittmann / 2017 / USA / 95 Min. / Verleih Edition Salzgeber / OmU

Am Rande Brooklyns lebt Frankie, ein Teenager ohne Job, raus aus der Schule und ohne Perspektive. Er verbringt den Sommer abhängend mit seinen Kumpels, raucht Marihuana, trainiert seinen Körper – die Zeit scheint stehen geblieben. Sein eintöniges Leben bietet wenig Raum, das Unbekannte zu entdecken. Wäre da nicht die virtuelle Welt homosexueller Online-Video-Chats. Bald trifft er sich diskret mit älteren Männern auf einem Parkplatz. Frankie weiß nicht, was diese Fixierung über ihn sagt und hat niemanden, mit dem er sich über seine Abenteuer austauschen kann. So wächst die Diskrepanz zwischen seinem Alltag und seinen nächtlichen Trips, ehe die beiden Welten brutal kollidieren.

Durch die grobkörnigen 16-mm-Aufnahmen wirken die Bilder leicht verfremdet und gleichzeitig doch so präzise auf die Ästhetik der jugendlichen Körper fokussiert. Eliza Hittmann schafft es, sexuelle Verwundbarkeit sensibel und unangreifbar und faszinierend ungreifbar zu inszenieren – einer der mutigsten Filme des Jahres.


Mi 22.11. um 21:15 Uhr

Maze

Regie Stephen Burke / 2017 / UK / 92 Min. / Verleih Visit Films / OmU

1983: Nach einem Hungerstreik kommt IRA-Kommandant Larry Marley ins Hochsicherheitsgefängnis Maze. Mit seinem Verhalten eckt er bei Mitgefangenen beider Lager an. Ausgerechnet mit dem Wärter Gordon Close knüpft er eine seltsam intime Bindung. Während beide schleichend langsam eine Idee von der Perspektive des jeweils anderen gewinnen, laufen im Hintergrund genauso zäh aber zielstrebig die Vorbereitungen zum größten Gefängnisausbruch nach dem Zweiten Weltkrieg. Und der wird Opfer fordern.

Maze ist ein ultraspannender und politisch komplexer Thriller und eine Ausnahmeerscheinung im prison escape Genre.