• ERÖFFNUNG / KISS ME

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    Bevor unser Festival mit dem Film KISS ME so richtig losgeht, werden wir unser Publikum wie immer in aller Kürze willkommen heißen und die Neugierde auf die kommende Woche wecken. Dafür haben wir einen Kurzfilm ausgepackt, der bereits vor Jahren in unserem Programm lief und auch sehr gut ankam: DAS PHALLOMETER von Tor Iben. Der Film ist prominent besetzt und behandelt einen wahren Sachverhalt zur Überprüfung von Geflüchteten in der Tschechischen Republik, wenn als Fluchtgrund Homosexualität angegeben wurde. Dies geschieht hier auf vergnügliche Weise. Das Thema Flucht und Verfolgung findet sich aber auch in anderen Bearbeitungen im Programm der 6. QUEER-STREIFEN. Dem Regisseur Tor Iben werden wir im Laufe der Woche ebenfalls nochmal begegnen. Er zeigt seinen neuen Spielfilm THE YEAR I LOST MY MIND und wird als Jury-Mitglied mitwirken.

    Wer möchte, kann natürlich auch ein paar Minuten früher kommen und mit einem Begrüßungsgetränk mit uns anstoßen. Wir werden die Filmgalerie wieder gemütlich für Euch herrichten.

    Im Anschluss:

    KISS ME – EMBRASSE-MOI!

    Frankreich 2017 / 90 Minuten / Regie: Océanerosemarie und Cyprien Vial / Französisches Original mit deutschen Untertiteln

    Bei den ersten QUEER-STREIFEN 2012 zeigten wir KYSS MIG - die schwedische Lesben-Romanze. Jetzt kommt mit EMBRASSE-MOI! - die französische Lesben-Komödie! Obendrein romantisch, Taschentuchfaktor tausend. Doch der Reihe nach: Océane ist Physiotherapeutin und kann gut massieren. Laut keifend rennt ihr die Freundin davon. Noch eine Ex, c’est la vie. Kurz darauf trifft sie unvermittelt auf Cécile, die von ihr aus einer akuten Notlage befreit wird. Schnell ist es um Océane geschehen. Doch Cécile wirkt unterkühlt und distanziert. Océane muss alles daran setzen, sie zu erobern. Diesmal ist es die Richtige, die Frau fürs Leben! Ihre überbordende Kreativität hilft dem Schicksal auf die Sprünge und das ungleiche Paar findet zueinander. Das Glück scheint perfekt. Auf ihrer Geburtstagsfeier wird Océane jedoch von ihrer frauenreichen Vergangenheit eingeholt. Es kommt zum Eklat, bei dem die sonst so gefasste Cécile gewaltig aus ihrer Haut fährt ... Ist die Beziehung noch zu retten?

    Tausendsassa Océanerosemarie ist Hauptdarstellerin und Regisseurin des Films. Die Schöpferin einer One-Woman-Show und eines Comic-Romans arbeitet u.a. für’s Theater, als Kolumnistin sowie als Radiosprecherin und hat schon eine musikalische Karriere hinter sich. Sie hatte genug von Coming-Out-Filmen und findet Lesben in Komödien generell unterrepräsentiert. Ganz anders hier, und es bleibt kein Auge trocken!

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer

    Kurzfilm und Begrüßung

    am Do 02.11. ab 20 Uhr

    Do 02.11.

    20:00

    Fr 03.11.

    -

    Sa 04.11.

    -

    So 05.11.

    -

    Mo 06.11.

    -

    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • HANDSOME DEVIL

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    Ned Roche (Fionn O’Shea) kann seinen Vater und seine Stiefmutter nicht davon überzeugen, dass das schicke Internat, das sie für ihn ausgesucht haben, nicht das richtige für ihn ist. Mit Rugby, das dort wie eine Religion gefeiert wird, kann der 16-jährige Einzelgänger, der David Bowie und Ditta Von Teese liebt, nichts anfangen. Als der talentierte Rugbyspieler Conor (Nicholas Galitzine) sein neuer Zimmernachbar wird, befürchtet Ned das Schlimmste. Zwischen diesen beiden gegensätzlichen Jugendlichen entwickelt sich aber eine Freundschaft, die dafür sorgt, dass das Mobbing, dem Ned ausgesetzt ist, aufhört. Der inspirierende Englischlehrer Dan Sherry und der Rugby-Coach Pascal O’Keeffe beeinflussen die Entwicklung dieser Freundschaft und tragen den Konflikt auf anderer Ebene aus.

    Die beiden Hauptdarsteller spielen mit einem warmherzigen Charme. Für John Butler, den Regisseur, ist dieser Film persönlich und autobiografisch. Er wollte mit der Homophobie und dem Konformismus in der Gesellschaft und vor allem in Schulen abrechnen. Es war ihm auch wichtig, dass der Film für Zuschauer jeden Alters zugänglich ist, weil man die Gesellschaft nicht früh genug zur Toleranz erziehen kann. „LGBT gehört nicht zu, sondern ist Mainstream“, meint Butler. Die Filmkritik lobt HANDSOME DEVIL als „charming“ und „terrific“ oder nennt ihn gar „the Irish Moonlight“.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    FARBEN ECKERT

    Irland 2016 - 95 Minuten / Regie: John Butler / Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

    am Fr 03.11. um 19 Uhr

    Do 02.11.

    -

    Fr 03.11.

    19:00

    Sa 04.11.

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    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • CHAVELA

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    Porträt einer grandiosen Frau und extravaganten Persönlichkeit: Chavela war die Geliebte von Frida Kahlo, die Muse von Pedro Almodóvar, und die größte Sängerin Südamerikas - um nur einige ihrer Facetten zu nennen. Sie lief in ihren frühen Teenagerjahren von Zuhause weg und fing an, auf der Straße zu singen. In den 1950ern wurde sie ein Liebling der erblühenden Bohème-Szene von Mexiko-Stadt. Sie forderte die mexikanische Mainstream- Moral heraus, indem sie Hosen trug, Tequila trank und Zigarren rauchte. Nach einer langen, dem intensiven Alkoholgenuss geschuldeten Auftrittspause wurde sie Anfang der 1990er-Jahre wiederentdeckt. Sie hatte ein beeindruckendes Comeback, bevor sie nach Spanien ging, wo sie wie ein Phönix aus der Asche wieder aufstieg. Stark, lustig und quicklebendig hatte sie ihre besten Jahre nach ihrem 71. Geburtstag.

    Chavelas lustvolle, schmerzliche, musikalische und zutiefst spirituelle Reise zu sich selbst ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Dokumentation. Aus teils unveröffentlichtem Material und Interviews mit Chavela selbst, ihren Weggefährten, Kolleginnen und Partnerinnen entstand ein liebevolles Porträt der charismatischen und zeitlebens offen lesbisch lebenden Ausnahmekünstlerin, die 2012 im Alter von 93 Jahren starb.

    „Ich glaube, es gibt keine Bühne auf dieser Welt, die groß genug für Chavela wäre.“ Pedro Almodóvar

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    TANZSCHULE SCHILKE

    USA 2017 - 90 Minuten / Regie: Catherine Gund und Daresha Ky / Spanisch-englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

    am Fr 03.11. um 21 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

    21:00

    Sa 04.11.

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    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • MARIKAS MISSIO

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    Wir freuen uns, euch diesen wunderbaren Dokumentarfilm über eine starke Regensburger Persönlichkeit präsentieren zu können. Marika ist stark im Glauben verwurzelt und katholische Religionslehrerin. Seit ihrer Kindheit ist dies ihr Traumberuf. Bevor sie unterrichten durfte, wurde ihr die Missio Canonica erteilt, die Lehrerlaubnis der katholischen Kirche. In einem persönlichen Lebenszeugnis musste sie erklären, dass sie ein Leben nach der Sittenlehre der katholischen Kirche führen wird. Diese Lehrerlaubnis kann bei bestimmten Loyalitätsverstößen wieder entzogen werden, etwa wenn man offen homosexuell lebt.

    Dem jahrelangen Druck, ihre Beziehung mit Partnerin Anke zu verstecken, setzt Marika ihren tiefen Glauben entgegen. Nach 14 Jahren Doppelleben muss sie eine Entscheidung treffen: Weiter ihren Traumberuf ausüben oder die eingetragene Lebenspartnerschaft mit Anke eingehen …

    In MARIKAS MISSIO gelingt Michael Schmitt ein sehr persönlicher Blick auf ein weitgehend unbeachtetes und selten gezeigtes gesellschaftliches Thema: die Verbindung zwischen starkem christlichen Glauben und Homosexualität. Der Filmemacher (und Bruder von Anke) kommt dabei den beiden Protagonistinnen Marika und Anke sehr nah.

    Der Filmemacher, Marika und Anke werden bei der Vorstellung anwesend sein.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    MARGIT KRÄMER

    Deutschland 2017 - 73 Minuten / Regie: Michael Schmitt / Deutsche Originalversion

    am Sa 04.11. um 17 Uhr

    Do 02.11.

    -

    Fr 03.11.

    -

    Sa 04.11.

    17:00

    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

    -

    2017
  • SIGNATURE MOVE

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    Zaynab arbeitet als Anwältin und wirft nebenher den Haushalt für sich und ihre pakistanische Mutter. Diese scheint auf beiden Augen blind zu sein, weil sie nach dem passenden Mann für Zaynab Ausschau hält. Sie weiß nicht sehr viel über ihre Tochter, während die seichten Beziehungsdramen im Fernsehen ihren Tagesablauf bestimmen. Für einen Blick nach draußen zückt sie manchmal ihr Fernglas und wird vom richtigen Leben überrascht. Zaynab geht zum Wrestling um Stress abzubauen. Eines Tages an einer Bar begegnet sie der Mexikanerin Alma, deren Ausstrahlung sie nicht lange widerstehen kann. Der Funke springt bald auf Alma über. Vom Stadtspaziergang bis hin zum gemeinsamen Zähneputzen. Doch bevor es weiter gehen kann, funkt eine andere Beziehung dazwischen. Alma scheint nicht kompromissbereit. Hier braucht es einen besonderen Move!

    Eine kreativ erzählte Story, in der wir uns alle leicht wiederfinden. Und kein Wunder, dass Zaynab so authentisch rüberkommt: ihre Geschichte ist auch die ihrer Darstellerin, gleichzeitig Produzentin und Drehbuchautorin. Einige kennen sie vielleicht aus HER STORY oder als Trumps fiktive muslimische Tochter im MUSLIM TRUMP DOCUMENTARY. Mirza erntete viel Kritik für einen Tweet, in dem sie sich gleichzeitig als Muslima und Lesbe outete. Dass beides (und noch viel mehr!) sich nicht ausschließt, nehmen wir ihr ab.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    BAGEL STORE TIGER GREEN

    USA 2017 - 80 Minuten / Regie: Jennifer Reeder / Originalsprache mit deutschen Untertiteln

    am Sa 04.11. um 19 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

    19:00

    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    2017
  • QUEEN OF IRELAND

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    Irland, 23. März 2015: Panti Pandora Bliss, Irlands bekannteste Dragqueen und LGBTI-Aktivistin, wird von der Menge bejubelt, während sie zur Bühne schreitet, die vor dem irischen Parlament aufgebaut ist. Auf der Bühne zeigt sie ein Kärtchen mit nur einem Wort: "Equal". Die Anwesenden flippen fast aus. Am Vortag hatte Irland der Ehe für alle zugestimmt und war somit das erste Land der Welt geworden, das diese Gleichberechtigung per Volksabstimmung beschlossen hat. Die kurvenreiche bigger than reality Panti Bliss war das Gesicht der Kampagne. Rory O’Neill aber, ihr Schöpfer, war es, der die Türen abgeklappert hat, um für eine Ja- Stimme zu werben.

    Als er mit diesem Projekt startete, konnte der Regisseur Conor Horgan nicht ahnen, dass seine Hauptfigur Rory nicht nur Panti, sondern sogar die Queen of Ireland werden würde. Der Film erzählt beide Geschichten. Die von Rory, der sich erst outet, nachdem er seinen eher erstickenden Geburtsort Ballinrobe verlassen hat. Nach einem Umweg über Japan kann er auch in seiner irischen Heimat Erfolge feiern. Er kämpft von nun an unentwegt gegen Homophobie. Die zweite Seite der Geschichte zeigt Panti, die sich ganz von Rorys Ängsten und Repressionen befreit hat. Sie ist alles, was sein Alter Ego nicht ist: unverwüstbar, schamlos, selbstsicher.

    Die fulminante Hauptdarstellerin dieser Dokumentation schafft es, sich von ihrem Publikum ins Herz schließen zu lassen.

    Publikumsliebling bei homochrom Köln 2016!

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    STA TRAVEL

    Irland 2015 - 86 Minuten / Regie: Conor Horgan / Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

    am Sa 04.11. um 21 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

    21:00

    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • HOMØE Auf der Suche nach Geborgenheit

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    Der Film gibt einen spannenden Einblick in die Situation und das tägliche Leben von LGBTI-Geflüchteten in Deutschland. Die drei Protagonisten Melissa, Javid und Boris sind aus unterschiedlichen Gründen und aus verschiedenen Ländern geflohen. Sie hatten gehofft, in Deutschland sichererer und diskriminierungsfreier leben zu können. Ihre Erlebnisse mit deutscher Bürokratie, anderen Flüchtlingen in ihren Unterkünften oder dem neuen Umfeld sind aber oft ernüchternd.

    Javid aus Aserbaidschan startet eine Kampagne für LGBTI-Rechte, nachdem er einen Suizidversuch in der Flüchtlingsunterkunft überlebt hat. Gleichzeitig zieht Boris aus Russland in die erste deutsche Unterkunft für LGBTI-Geflüchtete in Nürnberg, aber er leidet wegen des komplizierten Asylverfahrens an Depressionen. Die Syrerin Melissa hat es in den Norden Deutschlands verschlagen. Sie hat ihren eigenen künstlerischen Weg gefunden, um andere Geflüchtete zu ermutigen.

    Dieser bemerkenswerte Abschlussfilm von Bin Chen entstand im Rahmen seines Masterstudiums Fernsehjournalismus an der Hochschule Hannover. Der Film ist ein wichtiger Beitrag zur hitzig debattierten Flüchtlingsproblematik.

    Mit Michael Glas vom AK Flucht & Migration, Fliederlich e.V. Nürnberg und Thomas Michel von Rainbow Refugees München.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    FILMBÜHNE

    Deutschland 2017 - 57 Minuten / Regie: Bin Chen / Original mit deutschen Untertiteln

    am So 05.11. um 15 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

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    So 05.11.

    15:00

    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    2017
  • OUT OF IRAQ

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    Nayyef ist 2004 im irakischen Ramadi, damals einem der gefährlichsten Orte auf der Welt, als Dolmetscher für die amerikanische Armee tätig. Btoo ist irakischer Soldat. In ihrem Land ist die gleichgeschlechtliche Liebe verboten. Wenn sie sich outen würden, dann wären sie verfolgt und wahrscheinlich ohne gelyncht worden. Das ist der Grund, warum beide sich lange nicht trauen, ihre Gefühle dem anderen gegenüber in Worte zu fassen. Als Nayyef den Irak mit seinem amerikanischen Visum Richtung gelobtes Land verlässt, hofft er, dass Btoo ihm schnell folgen kann. Btoo flieht aus der Armee, verlässt seine Familie, zieht in den Libanon und versucht dort, als Flüchtling anerkannt zu werden. Wegen der unzähligen Rückschläge erleben beide eine emotionale Achterbahnfahrt, die sie fast an den Abgrund führt.

    Die Dokumentarfilmer Eva Orner (u.a. Oscar für die beste Doku 2008) und Chris McKim schildern uns diese unglaubliche Liebesgeschichte, die sich auf zwei Kontinenten und über fünf Jahre abspielt. Immer wieder fragt man sich als Zuschauer fast verzweifelt, ob diese Männer es wirklich schaffen werden, ihr Leben zusammen zu gestalten.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    MICHEL DEVRIENDT

    USA 2016 - 81 Minuten / Regie: Eva Orner, Chris McKim / Englisch-arabischsprachiges Original mit englischen Untertiteln

    am So 05.11. um 17 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

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    So 05.11.

    17:00

    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • A MOMENT IN THE REEDS

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    Leevi, der einige Jahre in Paris Literatur studiert hat, kehrt für den Sommer nach Finnland zurück, um seinem Vater beim Renovieren des Ferienhauses zu helfen. Dieser hat sich nie so richtig damit abgefunden, dass sein Sohn schwul ist und obendrein noch Literatur studiert – brotlose Kunst für den eher handwerklich orientierten Vater. Als weitere helfende Hand trifft auch Tareq, ein Architekt aus Syrien, in der finnischen Idylle ein. Tareq ist kürzlich nach Finnland geflüchtet und hat aufgrund der Sprachbarriere noch keine feste Anstellung. Nachdem Leevis Vater aus beruflichen Gründen zurück in die Stadt muss, entdecken Tareq und Leevi gemeinsame Interessen und beginnen Gefühle füreinander zu entwickeln. Beide sind froh, den heimatlichen Verhältnissen entkommen zu sein, wenn auch unter völlig anderen Vorzeichen.

    Mikko Makelas Regiedebüt ist ein erstaunlich reifes, vielschichtiges und romantisches Drama, das zusätzlich mit intensiven Sexszenen überzeugt. Aber auch das Setting zeugt von einem Sinn für die leisen Zwischentöne im Lärmen globaler Ereignisse. Während die Abgeschiedenheit des Ferienhauses in der finnischen Provinz für den einen das Sinnbild für Engstirnigkeit und familiäre Zwänge ist, bedeutet sie für den anderen die Freiheit, endlich zu leben, wie er es sich immer gewünscht hat.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    SCHIERSTADT

    Finnland 2017 - 107 Minuten / Regie: Mikko Makela / Englisch-finnischsprachiges Original mit englischen Untertiteln

    am So 05.11. um 19 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

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    So 05.11.

    19:00

    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • CLOSE-KNIT (Karera ga honki de amu toki wa)

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    Seit dem Jahre 2002 ist es allen Japanern, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen haben, gesetzlich erlaubt, ihren rechtlichen Personenstand entsprechend dem eigenen Empfinden zu ändern. An diesem Punkt befindet sich Rinko (Toma Ikuta). Die Arbeit an ihrem Körper ist abgeschlossen, wie sie sagt, aber so ganz hat sie das Mannsein noch nicht hinter sich gelassen. Es ist hilfreich, dass sie ihren Zustand erklärt, denn in Naoko Ogigamis siebtem Spielfilm lernen wir Rinko durch die Augen eines Kindes kennen.

    Die elfjährige Tomo (Rinka Kakihara) muss mit vielen Problemen gleichzeitig fertig werden. Eines davon ist ihre Mutter, die, wenn sie spät nach Hause kommt, meist betrunken ist, und eines Tages schließlich ganz wegbleibt. Die einzige Möglichkeit ist, bei ihrem Onkel Makio (Kenta Kiritani) unterzukommen, der mit Rinko in einer festen Beziehung zusammenlebt. Diese anfängliche Zweck-WGKonstellation nutzt Naoko Ogigami, um seinen Film als Ensembledrama zu etablieren: Tomo, die sich allein gelassen fühlt, muss sich an die neue Situation gewöhnen. Und schließlich führt das Stricken sie an Rinko heran.

    CLOSE-KNIT ist ein sehr behutsamer Film - ein ausgefeiltes Interesse gilt den Figuren. Rinko wird von Naoko Ogigami nicht zu einer stereotypen Vertreterin aller Transfrauen degradiert, sondern hat Tiefe, Persönlichkeit und eine eigene Geschichte.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    WAMSLER ROHLOFF WIRZMÜLLER

    Japan 2017 - 127 Minuten / Regie: Naoko Ogigami / Japanischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

    am So 05.11. um 21 Uhr

    Do 02.11.

    -

    Fr 03.11.

    -

    Sa 04.11.

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    So 05.11.

    21:00

    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • SCHWULE KURZFILME

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    A DOLL’S EYE
    Regie: Jonathan Wysocki, USA 2016, 12 Min.
    Seit seiner Kindheit wird der Regisseur von Erinnerungen verfolgt, die mit dem Film DER WEIßE HAI zusammenhängen. Schließlich entdeckt er den Grund dafür. Eine Auseinandersetzung mit ganz persönlichen Angst- und Schamgefühlen.

    SWIMMIMG POOL
    Regie: Carlos Ruano, Spanien 2017, 10 Min.
    Für Santi und Jota ist der Tag zu schön, um Vorlesungen zu besuchen. Ins Schwimmbad zu gehen, können sie sich nicht leisten, aber es gibt eine Lösung. Zuerst müssen sie allerdings einen Antrag stellen. Der bringt Überraschendes ans Licht.

    SISAK
    Regie: Faraz Ansari, Indien 2017,15 Min.
    Eine Liebesgeschichte ohne Worte, die sich Schritt für Schritt zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern in den Nahverkehrszügen in Mumbai abspielt. "Sisak" bedeutet "innerlicher, herzzerreißender Schrei" auf Urdu.

    THE END OF MY WORLD
    Regie: Kamil Krawczycki, Polen 2017, 30 Min.
    Für Filip, der nach einer Beziehung, die einige Jahre gedauert hat, von seinem Partner Eryk verlassen wird, scheint das Leben keinen Sinn mehr zu haben. Vielleicht aber bedeutet diese Trennung einen neuen Anfang.

    EXCHANGE
    Regie: Dorian Carli-Jones, USA 2017, 9 Min.
    Als letzte Erinnerung einer Beziehung bleibt einem Mann nur die Jacke seines Ex-Partners. Schweren Herzens bringt er sie zurück und stellt fest, dass sein Ex-Partner nicht so lange trauert.

    YOU
    Regie: Felipe Cabral, Brasilien 2017, 19 Min.
    Ein Mädchen versucht, den Tod ihres besten Freundes zu verstehen. Dem im Stil einer Doku verfilmten Leben des jungen Mannes wurde durch Homophobie viel zu früh ein Ende gesetzt.

    HI, IT’S YOUR MOTHER
    Regie: Daniel Sterlin-Altman, Kanada 2016, 5 Min.
    Horror, Porno oder Tragikomödie? Die Mutter eines schwulen Sohnes bereitet das Essen in der Küche vor, als sie unvermittelt einen Anruf bekommt, der Stress und Chaos verursacht.

    Gesamtlaufzeit ca. 90 Minuten / teils englische Originalfassungen, teils englische Untertitel

    am Mo 06.11. um 19 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

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    So 05.11.

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    Mo 06.11.

    19:00

    Di 07.11.

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    2017
  • A DATE FOR MAD MARY

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    Mary war eine Zeit lang im Gefängnis. Wenn jemand ihr den falschen Blick zuwirft, bricht lautstarke Frustration aus ihr heraus. Und so einiges mehr kann mit ihr passieren, bevor bald Polizeisirenen aufheulen. Doch ihre Geschichte ist kein Sozialdrama. Dieselbe Mary hegt Sehnsucht nach ihrer besten Freundin aus Schultagen, ihrer engsten Vertrauten. Charlene steckt allerdings tief in ihren Hochzeitsvorbereitungen. Als Trauzeugin muss auch Mary sich auf den großen Tag einstimmen und bekommt organisatorische Aufgaben aufgedrückt. Dabei muss sie auch erkennen, wie sich Charlene mehr und mehr von ihr entfernt. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage nach Marys Begleitung für das Hochzeitsfest. Ein nicht gerade vielversprechender Date-Marathon nimmt seinen Lauf. Und die widerspenstige Mary gerät auf Abwege …

    Darren Thornton bringt der Story seines Langfilmdebüts viel Respekt und Feinsinnigkeit entgegen. Der Spannungsbogen schwankt zwischen sich anbahnendem Gefühl und nüchterner Realität. Die derzeit gefragteste irische Schauspielerin Seána Kerslake verleiht ihrer schroffen wie sensiblen Figur sehr viel Tiefe. Marys besonderer Charme fesselt!

    PS: In Sachen Hündinnenblick und Schmollmund drängt sich der Vergleich mit Adèle aus "Blau ist eine warme Farbe" auf.

    In Kooperation mit Heimspiel Filmfest

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    TARACAFE TARAYOGA

    Irland 2016 - 82 Minuten / Regie: Darren Thornton / Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

    am Mo 06.11. um 21 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

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    So 05.11.

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    Mo 06.11.

    21:00

    Di 07.11.

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    Mi 08.11.

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    2017
  • LESBISCHE KURZFILME

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    THE FRUIT OF OUR WOMB
    Regie: Laurie Mannessier, Frankreich 2017, 29 Min.
    Andrea ist jung, lesbisch und hatte noch nie Sex mit einem Mann. Um so verwirrter sind sie und ihre Freundin, als das Unmögliche plötzlich denkbar scheint.

    TASTE OF LOVE
    Regie: Paul Scheufler, Östereich 2017, 5 Min.
    Wie schmeckt die Liebe? Dieser Frage geht der Film mit intensiven und suggestiven Bildern auf den Grund.

    BEAUTIFUL FIGURE
    Regie: Hajni Kis, Ungarn 2016, 17 Min.
    Eine Putzfrau an einem Gymnasium verliebt sich in eine Schülerin. Sie weiß, dass ihre Sehnsucht unerfüllbar ist und geht trotzdem aufs Ganze.

    ROSE
    Regie: Claudio Franke, Deutschland 2016, 16 Min.
    Als Rose aus dem Gefängnis entlassen wird, bietet ihr die einsame Wärterin Marie (Ulrike Folkerts) an, bei ihr zu wohnen und sich um ihre Mutter zu kümmern. Doch Rose begreift schnell, dass es sich wieder um ein Gefängnis handeln würde.

    BUTCH COYOLLXAUHQUI
    Regie: Karleen Pendleton Jiménez, Kanada 2016, 4 Min.
    Kurze Selbstreflexion über Weiblichkeit und Körperbewustsein mit eigenen Erinnerungen der Filmemacherin an ihre Mutter und im Rahmen einer Sage über die Göttin Coyollxauhqui.

    STOP THE WIND FROM BLOWING
    Regie: Eduardo Sosa Soria, Frankreich 2016, 10 Min.
    Eine junge Frau versucht, mit dem Selbstmord ihrer Freundin umzugehen. Aber auch ein Ausflug in die freie Natur macht die eigenen Schuldgefühle nicht vergessen - im Gegenteil.

    BRIDE OF FRANKIE
    Regie: Devi Snively, USA 2017, 19 Min.
    In dieser kleinen Verbeugung vor Mary Shelleys Frankenstein wird ein ziemlich konservativer Forscher von den Ergebnissen seiner Arbeit und seiner weiblichen Mitarbeiterin förmlich umgehauen.

    Gesamtlaufzeit ca. 90 Minuten / Teils englische Originalfassungen, teils englische Untertitel

    am Di 07.11. um 19 Uhr

    Do 02.11.

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    Fr 03.11.

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    Sa 04.11.

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    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

    19:00

    Mi 08.11.

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    2017
  • THE YEAR I LOST MY MIND

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    Der einsame Tom verliebt sich bei einem Wohnungseinbruch mit seinem Kumpel Rachid in den schlafenden Bewohner Lars, einen jungen Geschichtsdozenten. Tom beginnt Lars heimlich zu beobachten und zu verfolgen, ohne ihm etwas von seiner Existenz und seinen Gefühlen zu verraten. Immer mehr verirrt Tom sich in einem Versteckspiel, in einem Labyrinth der Leidenschaften. Als Lars ihm auf die Schliche kommt, wird der Verfolger für einen Augenblick zum Verfolgten, aber schon im nächsten Moment wendet sich das Blatt noch einmal ...

    Tom pflegt eine Obsession zur Maskerade. Er sammelt Masken und versteckt sich auch im Alltag gerne hinter denselben. Und dabei scheint er sich manchmal selbst zu fragen, was es damit eigentlich auf sich hat.

    THE YEAR I LOST MY MIND wurde ausschließlich in Berlin gedreht. An "geschichtsträchtigen" Orten, die in der schwulen Historie der Stadt eine Rolle spielen: Im Tiergarten, im Schwulen Museum oder im Ficken 3000 - Orte schwuler Geschichte und Identität. Dies ist bereits der dritte Film des diesjährigen Jurymitglieds Tor Iben, den wir präsentieren dürfen: 2014 zeigten wir den Kurzfilm DAS PHALLOMETER und 2015 den Spielfilm WO WILLST DU HIN, HABIBI? Ihr dürft gespannt sein auf seinen neuen faszinierenden und auch ein wenig irritierenden Film.

    Der Regisseur Tor Iben ist anwesend.

    Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
    PALLETTI BAR

    Deutschland 2017 - 85 Minuten / Regie: Tor Iben / Deutsche Originalversion

    am Di 07.11. um 21 Uhr

    Do 02.11.

    -

    Fr 03.11.

    -

    Sa 04.11.

    -

    So 05.11.

    -

    Mo 06.11.

    -

    Di 07.11.

    21:00

    Mi 08.11.

    -

    2017
  • QUEERE KURZFILME

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    VOICES
    Regie: Pierre-Yves Dalka, Deutschland 2017, 28 Min.
    Die Doku zeigt Trans-Menschen, die das Ziel haben, auch ihre Stimme ihrer neuen Identität anzupassen. Der Film zeigt auch, wie wichtig die Stimme für die Wahrnehmung durch das Umfeld ist.

    THE RECIPE
    Regie: Luigi Pironaci, Italien 2016, 12 Min.
    Giusy kocht ein Gericht für einen besonderen Gast und bekommt telefonische Unterstützung durch ihre Freundin. Doch das Gespräch beim Essen verläuft nicht ganz nach ihrem Geschmack.

    SELF AND OTHERS
    Regie: Patricia Silva, USA 2015, 6 Min.
    Der experimentelle Film besteht aus Filmsequenzen aus der Vergangenheit und zeigt die Darstellung von Bisexualität. Er konzentriert sich auf Gesten und Gesichtsausdrücke und intensiviert so die Wahrnehmung dieser Szenen.

    SPILT MILK
    James Dunstan, Großbritannien 2016, 23 Min.
    Der Film erzählt einfühlsam die Geschichte zweier Teenager, die kurz vor dem Abschlussball sehr mit den eigenen Problemen beschäftigt sind. Und dennoch verbindet sie eine tiefe Freundschaft, deren Charakter und Tragweite beide ganz unterschiedlich empfinden.

    2000 YEARS OF DRAG
    Regie: Dorian Electra, USA 2016, 5 Min.
    Dieses Musikvideo ist ein Feuerwerk in Drag. Völlig unverkrampft und äußerst fantasievoll geht es auf eine Reise durch Zeiten und Kulturen und das Spiel mit Rolle und Geschlecht.

    TAILOR
    Regie: Calí dos Anjos, Brasilien 2017, 10 Min.
    Tailor ist ein Trans-Cartoonist, der auf seiner Homepage die Erfahrungen anderer Trans-Menschen in der Gesellschaft in illustrierter Weise publik macht.

    THE KISS
    Regie: Joffre Faria Silva, Kanada 2017, 7 Min.
    Eine Mutter wird zu einem Gespräch mit der Schulleiterin ihres Sohnes gerufen, weil dieser einen Mitschüler geküsst hat.

    MUM, I’M BACK
    Regie: Dimitris Katsimiris, Griechenland 2017, 5 Min.
    Dieses so kurze wie beeindruckende Drama zeigt, wie wenig Zeit man braucht, um das Publikum in eine Geschichte zu führen, zu fesseln und mit der Hauptfigur fühlen zu lassen.
    Eine Trans-Frau kehrt zur Beerdigung der Mutter in ihre Heimat zurück...

    Preisverleihung direkt im Anschluss

    Gesamtlaufzeit ca. 90 Minuten / Teils englische Originalfassungen, teils englische Untertitel

    am Mi 08.11. um 20 Uhr

    Do 02.11.

    -

    Fr 03.11.

    -

    Sa 04.11.

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    So 05.11.

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    Mo 06.11.

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    Di 07.11.

    -

    Mi 08.11.

    20:00

    2017
  • EIN DEUTSCHES LEBEN

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    Brunhilde Pomsel, das "unpolitische Mädchen", kam einem der größten Verbrecher der Geschichte so nah wie kaum jemand sonst. Ohne es recht darauf anzulegen, wurde sie 1942 Joseph Goebbels' persönliche Stenografin, bis zum Untergang. Erstmals spricht sie über ihre Erlebnisse im engsten Zirkel um Hitlers Hetzer und Massenverführer, über ihre Zweifel und ihr Schuldbewusstsein. Es ist ihr letztes Zeugnis: Im Januar 2017 verstarb sie im Alter von 106 Jahren.

    "Ich könnte keinen Widerstand leisten, ich bin zu feige." Die Doku porträtiert Pomsel in gestochenen Schwarzweiß- Bildern, streut Archivmaterial ein und überlässt es dem Zuschauer, die (Erinnerungs-) Lücken zu füllen.

    anschließend Filmdiskussion mit Dr. Dario Vidojkovic (Uni Regensburg)

    Dokumentarfilm von Christian Krönes, Florian Weigensamer u.a. / AT 2016 / 113 min

    am Do 09.11. um 19:30 Uhr

    Do 09.11.

    19:30

    Fr 10.11.

    -

    Sa 11.11.

    -

    So 12.11.

    -

    Mo 13.11.

    -

    Di 14.11.

    -

    Mi 15.11.

    -

    2017
  • MACHINES

    +

    MACHINES ist eine aufmerksame, geradezu intime Darstellung des Arbeits- und Lebensrhythmus in einer gigantischen Textilfabrik in der Stadt Gujarat in Indien. Der Betrachter wird entführt durch lange Korridore und verwirrende Räume hin an einen Ort der Entmenschlichung von körperlicher Arbeit und intensiver Härte. Seit den 1960er-Jahren hat sich der Westen Indiens einer beispiellosen, unregulierten Industrialisierung unterzogen, die in solch monströsen Textilfabriken zum Ausdruck kommt. MACHINES porträtiert nur eine dieser Fabriken und stellt gleichzeitig Tausende von Arbeitern dar.

    Mit unvergesslichen Bildern und sorgfältig ausgewählten Interviews mit einzelnen Arbeitern erzählt Regisseur Rahul Jain eine Geschichte von Ungleichheit und Unterdrückung, von Menschen und Maschinen. Ein wahnsinnig kraftvoller Dokfilm.

    Dokumentarfilm von Rahul Jain / O.m.dt.U / IN/DE/FI 2016 / 71 min

    ab Fr 10.11. um 19 Uhr OmU

    Do 09.11.

    -

    Fr 10.11.

    19:00

    Sa 11.11.

    19:00

    So 12.11.

    19:00

    Mo 13.11.

    19:00

    Di 14.11.

    19:00

    Mi 15.11.

    -

    2017
  • UNTITLED

    +

    Im Dezember 2013 brach der bekannte Filmemacher Michael Glawogger (WORKINGMAN'S DEATH; NACKTSCHNECKEN; MEGACITIES) mit einer zweiköpfigen Crew nach Südeuropa auf, um einen "Film ohne Namen" zu drehen, einen völlig offenen Dokumentarfilm ohne vorgefertigtes Thema, ohne Handlung. Auf einer einjährigen Reise um den Globus sollte der Film die Welt genau so einfangen, wie sie sich der Filmcrew zeigt – ohne Erwartung, ohne filternde Brille. Über Italien, Marokko und die Westsahara kam Glawogger im April 2014 in Liberia an. Dort bekam er Fieber und verstarb innerhalb weniger Tage völlg überraschend an Malaria. Dem bis dato gefilmten Material nahm sich Glawoggers Filmeditorin Monika Willi an und realisierte daraus ein beeindruckendes Vermächtnis: UNTITLED.

    Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition. — Michael Glawogger (1959–2014)

    Dokumentarfilm von Michael Glawogger & Monika Willi / AT/DE 2017 / 107 min

    ab Fr 10.11. um 20:30 Uhr

    Do 09.11.

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    Fr 10.11.

    20:30

    Sa 11.11.

    20:30

    So 12.11.

    20:30

    Mo 13.11.

    20:30

    Di 14.11.

    20:30

    Mi 15.11.

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    2017
  • GUGGING. ANDERE GESCHICHTEN ÜBER EINE ANDERE EINRICHTUNG

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    Im Mittelpunkt dieses Films stehen Menschen, die als Langzeitpatientinnen und -patienten viele Jahre ihres Lebens im psychiatrischen Krankenhaus Gugging (Niederösterreich) verbracht haben. Einige von ihnen wurden von ehemaligen Betreuungspersonen an ihrem jetzigen Lebensort besucht und ermuntert, als Zeitzeugen über ihr Leben in Gugging zu berichten. Mit ihren sehr persönlichen Erinnerungen zeichnen die ehemaligen Patientinnen und Patienten das Bild eines nicht mehr existierenden Lebensraumes mit seiner Faszination und seinen Schattenseiten.

    In Kooperation mit Irren ist menschlich e.V.

    Dokumentarfilm von Peter Denk / AT 2010 / 60 min EINTRITT FREI

    am Mi 15.11. um 19 Uhr

    Do 09.11.

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    Fr 10.11.

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    Sa 11.11.

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    So 12.11.

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    Mo 13.11.

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    Di 14.11.

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    Mi 15.11.

    19:00

    2017
  • HEIMSPIEL 9

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    Dauerkarten für HEIMSPIEL 9 können an folgenden Vorverkaufsstellen erworben werden:

    Kinos im Andreasstadel

    OSTENTOR

    FILMGALERIE

    Lehrstuhl für Medienwissenschaft

    Telefonische Kartenreservierung: 0941 89 799 169 (tägl. ab 15 Uhr)

  • URBAN LEGENDS Filmwochenende

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    Zur nebligen Regensburger Herbstatmosphäre passen düstere Geschichten wie angegossen. In Bezugnahme auf das Jahresthema „Stadt und Glaube“ widmet sich die FilmGalerie den sogenannten „urban legends“, also urbanen Schauermärchen. Die gibt es in Form einer Lesung sowie etlicher mysteriöser Kino- und Kurzfilme.

    Der Eintritt ist frei!

  • MEIN LEBEN – EIN TANZ

    +

    Die berühmte Flamencotänzerin Antonia Santiago Amador, besser bekannt als La Chana, begeisterte das Publikum in den Sechzigern und Siebzigern mit einem Tanzstil, der seinesgleichen suchte. So war etwa der britische Schauspieler Peter Sellers so hingerissen von La Chana, dass er sie zu sich nach Hollywood einlud. Doch auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verschwand La Chana auf einmal spurlos von der Bildfläche. Erst nach 30-jähriger Pause beginnt sie an einem Comeback zu arbeiten und kehrt schließlich aus Liebe zum Flamenco auf die Bühne zurück....

    MEIN LEBEN – EIN TANZ von Lucija Stojcevic wurde 2016 auf dem weltweit größten Dokumentafilmfestival, dem IDFA, und auf weiteren Festivals mit dem Publikumspreis ausgezichnet.

    Kraftvoll und lebendig – ab der 1. Minute. — Variety

    Allein die Präsenz dieser Frau macht den Film schon zu einem Erlebnis.. — kino-zeit.de

    LA CHANA / O.m.dt.U / Dokumentarfilm von Lucija Stojevic / ES 2016 / 85 min / FSK 0

    ab Mo 27.11. um 19 Uhr OmU

    Do 09.11.

    -

    Fr 10.11.

    -

    Sa 11.11.

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    So 12.11.

    11:00

    Mo 13.11.

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    Di 14.11.

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    Mi 15.11.

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    2017

    Do 23.11.

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    Fr 24.11.

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    Sa 25.11.

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    So 26.11.

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    Mo 27.11.

    19:00

    Di 28.11.

    19:00

    Mi 29.11.

    19:00

    2017
  • EL SÉPTIMO SENTIDO – I AM A DANCER

    +

    EL SÉPTIMO SENTIDO – I AM A DANCER. Von der Kunst zu leben – ist ein Film über Migration im Kunstsektor. Er erzählt die Geschichte dreier Frauen, ihrer Leidenschaft für das tänzerische Schaffen, Durchhaltevermögen, Freundschaft und den absoluten Willen, gesehen zu werden.

    "Ignoriert zu werden ist schlimmer, als wenn Dich jemand hasst", beschreibt Avatâra Ayuso das Gefühl so vieler Emigranten, die versuchen in einem fremden Land Fuß zu fassen. Avatâra arbeitet Tag und Nacht zwischen London, Madrid und Dresden an ihrem Traum vom Durchbruch als Choreografin. Alejandra ist eine tanzende Lebenskünstlerin, die in London absolut für den Moment lebt und in unzähligen Kunstsparten gleichzeitig agiert. Eugenia kombiniert Kunst, soziales Engagement und Business. Sie betreibt eine Ballettschule in einem Arbeiterviertel in Barcelona. Die drei Frauen werden vor die Entscheidung gestellt, entweder in Spanien zu bleiben und dort noch einmal völlig neu anzufangen oder aber ihre Heimat zu verlassen, um sich in anderen europäischen Ländern ein neues Leben als Künstlerin aufzubauen. Ein Film, der nicht nur von drei sehr persönlichen Schicksalen erzählt, sondern auch die Situation in Europa widerspiegelt, bei der Gelder für Kunstprojekte gestrichen werden und Künstler in andere Länder abwandern.

    in Zusammenarbeit mit www.regensburger-tanztage.de

    Regie und Buch Silke Abendschein / Kamera Benjamin Schindler / Sounddesign Jan F. Kurth

    ab Mo 27.11. um 20:30 Uhr

    Do 23.11.

    -

    Fr 24.11.

    -

    Sa 25.11.

    -

    So 26.11.

    -

    Mo 27.11.

    20:30

    Di 28.11.

    20:30

    Mi 29.11.

    20:30

    2017
  • DJANGO – EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK

    +

    Der umjubelte Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale erzählt aus dem Leben des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt (1910–1953). Schauplatz ist das von den Deutschen besetzte Frankreich im Jahr 1943. Django ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gipsy-Swing, einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Tournee nach Deutschland schicken wollen. Django weigert sich. Seine Pariser Geliebte hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unterzutauchen. Hier trifft er auf Mitglieder seiner weitverzweigten Familie, die ebenfalls auf der Flucht sind. Über den Genfer See will er in die Schweiz gelangen, doch die Nazis sind ihm dicht auf den Fersen.

    In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar einen unkonventionellen Künstler und Freigeist, dessen Leben so improvisiert war wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen. Reda Kateb brilliert in der Rolle des Ausnahme-Künstlers an der Seite von César-Gewinnerin Cécile de France.

    DJANGO / Spielfilm von Etienne Comar / FR 2017 / 115 min / mit Reda Kateb, Cécile de France u.v.a.

    erneut am Do 30.11. um 20 Uhr dt.V

    Do 23.11.

    20:00

    Fr 24.11.

    -

    Sa 25.11.

    -

    So 26.11.

    -

    Mo 27.11.

    -

    Di 28.11.

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    Mi 29.11.

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    2017

    Do 30.11.

    20:00

    Fr 01.12.

    -

    Sa 02.12.

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    So 03.12.

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    Mo 04.12.

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    Di 05.12.

    -

    Mi 06.12.

    -

    2017
  • 120 BPM

    +

    Paris, Anfang der 90er. Seit Jahren wütet Aids in Frankreich, doch noch immer wird über die Epidemie in weiten Teilen der Gesellschaft geschwiegen, und die Pharma-Lobby verschleppt die Entwicklung neuer Medikamente. "ACT UP", eine Aktivistengruppe von Betroffenen, will auf die Missstände aufmerksam machen – mit radikalen Aktionen. Der 26-jährige Neuling Nathan verliebt sich in Vorkämpfer Sean, bei dem kurz darauf die Krankheit ausbricht...

    Zerreißt einem das Herz. — Variety

    Grand Prix — Queer Palm

    FIPRESCI Award — Filmfestspiele Cannes 2017

    am Fr 01.12.. + Sa 02.12. mit Einführung und Gesprächen

    in Kooperation mit: QUEER-STREIFEN Regensburg und Psychosoziale Aids-Beratungstelle Oberpfalz

    120 BATTEMENTS PAR MINUTE / O.m.dt.U / Spielfilm von Robin Campillo / FR 2017 / 143 min / FSK: 16 / mit Nahuel Pérez Biscayart, Arnaud Valois, Adèle Haenel, Antoine Reinartz u.v.a.

    ab Fr 01.12. um 17:30 + 20 Uhr OmU

    Do 30.11.

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    Fr 01.12.

    17:30
    20:00

    Sa 02.12.

    17:30
    20:00

    So 03.12.

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    Mo 04.12.

    -

    Di 05.12.

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    Mi 06.12.

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    2017
  • WER WAR HITLER

    +

    In den über 70 Jahren seit Hitlers Tod haben zahllose Bücher und TV-Dokumentationen versucht, sich dem Leben des Mannes aus Braunau in Oberösterreich anzunähern und das "Phänomen" Adolf Hitler zu erklären. So aber ist seine Biografie noch nie erzählt worden: In WER WAR HITLER kommen fast ausschließlich Zeitgenossen und Hitler selbst zu Wort. Ihre Aussagen aus Tagebüchern, Briefen, Reden und Autobiografien werden mit neuem, vielfach unveröffentlichtem Archivmaterial montiert. Zum Einsatz kommen ausschließlich Originalfilme – vor allem Amateuraufnahmen, häufig in Farbe – und einige Fotografien. Dafür wurde ein Rechercheaufwand betrieben wie für kaum einen Dokumentarfilm zuvor. Mehr als 120 Archive in 14 Ländern wurden ausgewertet, 850 Stunden Film gesichtet, über 100 Stunden davon neu abgetastet und originalgetreu nachvertont. Hitlers Leben und Wirken spiegelt sich so auf einmalige Weise im Gesellschaftsbild der Jahre 1889 bis 1945. Ein Kino-Dokumentarfilm, der in der filmischen Vermittlung von Zeitgeschichte neue Wege weist.

    WER WAR HITLER von Hermann Pölking kommt in zwei Fassungen ins Kino: in einer gut 3-stündigen Kinofassung, in der Hitlers Leben in 14 Kapiteln erzählt wird, und in einer 71/2-stündigen Festivalfassung mit 17 Kapiteln.

    Festivalfassung: nur am So 03.12. um 13:30 Uhr / inklusive Pausen und Kalter Platte (Reservierung erwünscht – Eintritt: 19/18€)

    Kinofassung: ab Mo 04.12. um 18:30 Uhr

    Dokumentarfilm von Hermann Pölking / DE 2017 / 196 min (Kinofassung) / 460 min (Festivalfassung) / FSK: 12

    am So 03.12. um 13:30 Uhr Festivalfassung 460 min
    ab Mo 04.12. um 18:30 Uhr Kinofassung 196 min

    Do 30.11.

    -

    Fr 01.12.

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    Sa 02.12.

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    So 03.12.

    13:30

    Mo 04.12.

    18:30

    Di 05.12.

    18:30

    Mi 06.12.

    18:30

    2017