MISSVERSTANDEN

INCOMPRESA, Italien/Frankreich 2014, 101 min., OmU, R: Asia Argento, mit: Giulia Salerno, Charlotte Gainsbourg, Gabriel Garko u. a.

Die Idee, die Welt der Erwachsenen aus der Perspektive eines Kindes zu betrachten, kann mitunter zu durchaus seltsamen Ergebnissen führen. Wenn sich die eigenen Eltern wie pubertierende Teenager oder eitle Egoisten auf einem Selbstfindungstrip aufspielen, ist das eine nicht immer schöne Erkenntnis. Für die kleine Aria (Giulia Salerno) wird ihr Zuhause dadurch zu einem Ort, an dem sie sich immer öfter alleine und verlassen fühlt. Während ihr Vater (Gabriel Garko), ein selbstverliebter Möchtegern Filmstar, mit allen Mitteln versucht, die eigene Karriere voranzubringen, flüchtet sich ihre Mutter (Charlotte Gainsbourg) in zahllose Affären und Drogenexzesse ..

Die Idee, die Welt der Erwachsenen aus der Perspektive eines Kindes zu betrachten, kann mitunter zu durchaus seltsamen Ergebnissen führen. Wenn sich die eigenen Eltern wie pubertierende Teenager oder eitle Egoisten auf einem Selbstfindungstrip aufspielen, ist das eine nicht immer schöne Erkenntnis. Für die kleine Aria (Giulia Salerno) wird ihr Zuhause dadurch zu einem Ort, an dem sie sich immer öfter alleine und verlassen fühlt. Während ihr Vater (Gabriel Garko), ein selbstverliebter Möchtegern Filmstar, mit allen Mitteln versucht, die eigene Karriere voranzubringen, flüchtet sich ihre Mutter (Charlotte Gainsbourg) in zahllose Affären und Drogenexzesse. Als sich die Eltern dann doch einmal für die Familie interessieren, dann konzentriert sich fast ihre gesamte Liebe und Aufmerksamkeit auf Arias ältere Schwester ..

Verpackt hat Asia Argento ihre bisweilen komische und gleich im nächsten Augenblick sehr schmerzhafte Erzählung in knallbunte Farben und einen nostalgischen 80er-Jahre-Soundtrack aus Synthiepop und Punkrock. Ihr Film über ein neunjähriges Mädchen im Auge eines familiären Orkans besitzt dadurch eine bemerkenswerte Leichtigkeit. Verspielt und frech präsentiert sich "Missverstanden", womit er den Blickwinkel der kleinen Aria bis zum durchaus zweideutigen Ende konsequent beibehält. Die Sympathien des Publikums liegen bei ihr, wohingegen die Eltern mehr wie Zerrbilder anmuten, zu denen man keinen wirklichen Bezug aufbauen kann. Argento lässt sowohl Arias Vater als auch ihre Mutter von Gabriel Garko und Charlotte Gainsbourg fast durchweg als wenig einfühlsame Egoisten karikieren. Dagegen darf die junge Giulia Salerno ihr ganzes schauspielerisches Talent in die Rolle einbringen. Es ist schon erstaunlich, wie sehr sie den Film und darin praktisch jede Szene bestimmt.

Do 05.03.

20:15

Fr 06.03.

20:15

Sa 07.03.

20:15

So 08.03.

20:15

Mo 09.03.

20:15

Di 10.03.

20:15

Mi 11.03.

20:15

2015