DR. MABUSE, DER SPIELER. ERSTER TEIL: DER GROSSE SPIELER. EIN BILD DER ZEIT

Fritz Lang, D 1922, 155 Minuten, 35 mm

Drehbuch: Thea von Harbou (nach dem Roman von Norbert Jacques), Kamera: Carl Hoffmann, Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht (Assistenz), Produzent: Erich Pommer,
DarstellerInnen: Rudolf Klein-Rogge, Bernhard Goetzke, Alfred Abel, Aud Egede-Nissen, Julius Falkenstein u.a..
Kopie: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Photos: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Dr. Mabuse ist DER Bösewicht des deutschen Kinos. Er ist skrupellos, er hypnotisiert und verwandelt sich, manipuliert Menschen und Börsen­kurse. Wir Zuschauer heute sehen eine spannende Kriminalgeschichte mit Elementen, die später in James-Bond-Filmen wieder auftauchen. Fritz Lang zeigt uns zudem die dunklen Seiten der Weimarer Republik: die Dekadenz, den Rausch, die Unsicherheit, das Streben nach Welt­herr­schaft, die Gesellschaft am Abgrund.

Live-Musik: Rainer J. Hofmann (Multiinstrumentalist, Regensburg)

Dr. Mabuse ist DER Bösewicht des deutschen Kinos. Hinter seiner gutbürgerlichen Fassade als praktizierender Arzt hat er eine Verbrecherbande aufgebaut, die weite Bereiche der Gesellschaft und des Staates unterwandert und zerrüttet. Auch er selbst hat als Verwandlungskünstler Zugang zu vielen Kreisen. Er verfügt als Psychoanalytiker über Fähigkeiten wie Hypnose und Telepathie, mit denen er Macht über Menschen ausübt und sie manipuliert. Seinem Blick – seinen stechenden Augen – kann sich niemand entziehen.

Sein Ziel ist eine gesetzlose Schreckensherrschaft über die Welt. Hierfür braucht er Geld – viel Geld. Zur Beschaffung betreibt er eine Falschgeldwerkstatt und Nachtclubs, er führt einen Börsencrash herbei, von dem nur er profitiert, er hypnotisiert beim Glücksspiel seine Mitspieler und zockt sie ab. Sein Gegenspieler ist Staatsanwalt von Wenk.

Fritz Langs Film "erweist sich über seine melodramatische Kriminalgeschichte hinaus als präzise dramaturgische und formale Konstruktion, die nicht nur die Lebenshaltung verschiedener Gesellschaftsschichten und die Vergnügungssucht und Dekadenz des Großbürgertums attackiert, sondern auch die Bedingungen aufzeigt, unter denen eine Gesellschaft zwischen Chaos und Tyrannei einem "Übermenschen" verfallen kann." (Lexikon des internationalen Films). Der Regisseur bettet sein Werk ein: "Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war für Deutschland eine Zeit der tiefsten Verzweiflung, der Hysterie, des Zynismus, des ungezügelten Lasters. Entsetzliche Armut war neben ganz großem und neuem Reichtum. Berlin prägte damals ein Wort: Raffke … Dr. Mabuse ist der Prototyp dieser Zeit."

Wir Zuschauer heute sehen eine spannende Kriminalgeschichte mit Elementen, die später in James-Bond-Filmen wieder auftauchen werden – und bekommen die dunklen Seiten der Weimarer Republik gezeigt.

Do 06.08.

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Fr 07.08.

20:45

Sa 08.08.

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So 09.08.

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Mo 10.08.

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Di 11.08.

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Mi 12.08.

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2015

Do 11.08.

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Fr 12.08.

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Sa 13.08.

20:45

So 14.08.

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Mo 15.08.

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Di 16.08.

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Mi 17.08.

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2016