THE LODGER - A STORY OF THE LONDON FOG

Alfred Hitchcock, UK 1926, 92 Minuten, Der Mieter, restaurierte und viragierte Fassung, 35 mm (englische Zwischentitel)
Buch: Eliot Stannard (nach dem Roman 'Jack the Ripper' von Marie Belloc Lowndes), Kamera: Baron Gaetano di Ventimiglia,
DarstellerInnen: Ivor Novello, June, Malcolm Keen, Marie Ault, Arthur Chesney
Kopie: BFI British Film Institute, London
Restoration Credits: A restoration by the BFI National Archive in association with ITV Studios Global Entertainment, Network Releasing and Park Circus Films. Principal restoration funding provided by The Hollywood Foreign Press Association and The Film Foundation, and Simon W Hessel. Additional funding provided by British Board of Film Classification, Deluxe 142, Shivendra Singh Dungarpur, and Ian & Beth Mill.
Film images: The Lodger

Der erste "richtige" Hitchcock und sein Durchbruch. Er verfilmt den Roman "Jack the Ripper": Mehrere junge blonde Frauen wurden ermordet – und an die Tür der Familie Banting tritt aus dem dichten Londoner Nebel ein unheimlicher Mann und zieht als Untermieter ein. Hitchcocks Handschrift ist schon klar zu erkennen: Suspense, Blondinen, über­mäch­tige Mutter, Schattenspiele, ein unschuldiger (?) Held. Letzterer ist Ivor Novello, das britische Pendant von Rudolf Valentino und Star-Entertainer der Zeit.

Live-Musik: Bertl Wenzl & Markus Stark (Multiinstrumentalisten, Regensburg)

Der erste 'richtige' Hitchcock – so hat der Meister des Suspense selbst später über THE LODGER gesprochen, über den Film, der sein Durchbruch war und ein früher Meilenstein im Thriller-Genre. Er hat ein damals wie heute bekanntes und vielfach verfilmtes Thema aufgegriffen: Jack the Ripper. Im Herbst 1888 wurde London von grausigen Frauenmorden erschüttert. Der Täter wurde bis heute nicht gefunden. Es wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben und verursacht auch deswegen noch nach Jahrzehnten Gänsehaut.

Hier heißt der Ripper 'The Avenger'. 'Der Rächer' vergreift sich an jungen blonden Damen. Und als die Hysterie im herbstlich-düsteren London zunimmt, tritt eines Nachts ein eleganter Herr aus dem dichten Londoner Nebel an die Tür der Familie Banting und will das ausgeschriebene Zimmer als Untermieter beziehen. Die Tochter des Hauses ist jung und blond und mit einem Polizisten verlobt…

Dass Hitchcock in Deutschland gearbeitet hatte, Filmemachern wie F.W. Murnau über die Schulter schauen konnte und von Fritz Lang inspiriert ist, zeigt seine expressionistische Bildsprache: wie er Schuld und Sühne durch immer wieder auftauchende Kreuze deutlich macht, wie er Licht und Schatten einsetzt, wie er (im Stummfilm!) die unruhigen nächtlichen Schritte des Mieters im ersten Stock hörbar macht.

Dieser Mieter wird dargestellt von Ivor Novello, einem der beliebtesten Entertainer und Musical-Komponisten Großbritanniens, der als das britische Pendant des Sex-Symbols Rudolf Valentino galt – auch im recht aktuellen Kino verewigt in GOSFORD PARK.

Hitchcocks Handschrift ist schon klar zu sehen: Suspense, Blondinen, übermächtige Mutter, ein unschuldiger (?) Held, Fetische – bis hin zum ersten Kurzauftritt. Er 'hat zu erkennen gegeben, dass ihn die Assoziation von Sex und Mord, von Ekstase und Tod fasziniert.' (Donald Spoto)

Do 13.08.

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Fr 14.08.

20:45

Sa 15.08.

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So 16.08.

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Mo 17.08.

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Di 18.08.

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Mi 19.08.

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2015