➜ im MuseumsCafé - Klosterhof des Historischen Museums,
➜ bei Regen im Leeren Beutel.

Kenner wissen, dass ein Stummfilmabend mehr ist als Kino oder Konzert: Jede Vorstellung wird von hochkarätigen Musikern begleitet, die für diesen Anlass neue Musiken schaffen. Jedes Filmkonzert erweckt die Bilder aus den '10er und '20er Jahren zu frischem Leben und macht die Live-Vorstellungen noch heute zu einem Erlebnis - ein kulturell-sommerlicher Hochgenuss für Auge und Ohr im Ambiente des MuseumsCafés im Klosterhof des Historischen Museums / bei Regen im Leeren Beutel.

Nutzen Sie die hervorragende Anbindung des Historischen Museums an den ÖPNV. Bequem, ohne Stress und Parkplatzsuche. Sie erreichen die Haltestelle Dachauplatz mit den RVV-Linien: 1, 2A, 2B, 3, 5, 6, 8, 9,10, 11, 12, 13, C1.

Die REGENSBURGER STUMMFILMWOCHE hat zur 35ten Ausgabe eine eigene Website bekommen. Die ausführlichen Informationen zur aktuellen Ausgabe, zu MUSIKERN, SPIELORTEN, KARTEN, HISTORIE und das Programmheft zum download als pdf gibt es daher jetzt auf stummfilmwoche.de. Ihre online RESERVIERUNGEN laufen freilich weiterhin wie gewohnt über filmgalerie.de.

 

Premiere: DER KAMPF UMS MATTERHORN

Mario Bonnard, Nunzio Malasomma
D 1928, 115 Minuten, deutsche Zwischentitel, Blu-ray

Ort: Minoritenkirche im Historischen Museum, Dachauplatz 4

Die dramatischen Ereignisse um die Erstbesteigung 1865 bewegen die Menschen bis heute. Luis Trenker verfilmt die wahre Geschichte der Konkurrenz eines italienischen und eines englischen Bergsteigers um den Gipfelsieg, spektakulär an Originalschauplätzen gedreht vom sportlichen Kameramann Sepp Allgeier. Dies ist die PREMIERE der frisch restaurierten Fassung des Deutschen Filminstituts.

Die Restauratorin des Films, Anke Mebold vom DIF, gibt eine kurze Einführung und plaudert aus dem Nähkästchen.

Veranstaltet in Kooperation mit der Städtischen Galerie im Leeren Beutel: Bis 03.09. wird hier die Photoausstellung „Menschen und Welt“ von Andi Teichmann gezeigt.

Live-Musik: Gebrüder Teichmann & Leo Hurt (Live Electronic & Zither, Berlin, Hamburg, Regensburg)

DER KAMPF UMS MATTERHORN
Mario Bonnard, Nunzio Malasomma
D 1928, 115 Minuten, deutsche Zwischentitel, Blu-ray

Drehbuch: Arnold Fanck (nach einer wahren Begebenheit), bearbeitet von Nunzio Malasomma, Fotografie: Atelier: Willy Winterstein, Außenaufnahmen: Sepp Allgeier, Willy Winterstein, Bauten: Heinrich Richter, Aufnahmeleitung: Luis Trenker, Victor Skutetzky, Produktion: HOM FILM BERLIN,

DarstellerInnen: Luis Trenker, Marcella Albani, Peter Voß, Clifford McLaglen, Alexandra Schmitt, Paul Graetz u.a.

Digitale Rekonstruktion der originalen deutschen Stummfilmfassung durch das Deutsche Filminstitut – DIF, gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien “Digitalisierung des nationalen Filmerbes”, Durchführung bei ARRI, München

Kopie + Fotos: Deutsches Filminstitut – DIF e.V., Wiesbaden

DIE BÜCHSE DER PANDORA

Georg Wilhelm Pabst
D 1929, 132 Minuten, englische Zwischentitel, restaurierte Fassung, 35 mm

Ort: Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums, bei Regen im Leeren Beutel (Saal)

Lulu. Eine der heißesten Frauengestalten der Literatur. Regisseur Pabst fand die perfekte Darstellerin in Hollywood: Louise Brooks. Ihre Spielweise ist natürlich, naiv und doch durchtrieben, sie ist die Projektionsfläche für Männer, die ihr reihenweise verfallen. Und auch Frauen... Die Brooks hat eine unglaubliche Leinwandpräsenz, die Pabst voll zur Geltung bringt. Erst durch seine Inszenierung wird sie zur Stilikone – ihr Bob, ihre Kleider – die Must-haves der Roaring Twenties sind noch heute modern.

Live-Musik: Klaus Reichardt & Sebastian Osthold (Pedal-Steel-Guitar & Piano, München)

DIE BÜCHSE DER PANDORA
Georg Wilhelm Pabst
D 1929, 132 Minuten, englische Zwischentitel, restaurierte Fassung, 35 mm

Buch: Ladislaus Vajda (nach dem Drama „Lulu“ von Frank Wedekind, das „Der Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ vereint), Kamera: Günther Krampf, Schnitt: Joseph R. Fieseler, Produzent: Seymour Nebenzahl, Ausstattung & Kostüme: Andrej Andrejew, Bohumil Heš

DarstellerInnen: Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Alice Roberts, Carl Goetz, Gustav Diessl u.a.

Rechte: Präsens-Film AG, Zürich; Kopie + Foto: British Film Institute u.a.

SALOMÉ

+ Vorfilm: EIN ANDALUSISCHER HUND

Charles Bryant (alias Alla Nazimova)
USA/Spanien 1923, 73 Minuten, engl. Zwischentitel, viragiert, 35mm

Luis Buñuel
F 1929, 16 Minuten, 35mm, FSK 16

Ort: Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums, bei Regen im Leeren Beutel (Saal)

Hat es jemals einen so exzentrischen und dekadenten Tanz der Sieben Schleier gegeben? Alla Nazimova hüllt sich als Salomé in unglaubliche Roben, das Dekor ist opulent, die komplette Filmcrew war angeblich homosexuell. Oscar Wilde hätte diese Verfilmung seines Stücks geliebt. Den Auftakt bildet der wohl bekannteste surrealistische Film, geschaffen von Luis Buñuel und Salvador Dalí. Dieser Abend kombiniert die Werke bekannter Künstler, die auch außerhalb des Films gewirkt haben.

Live-Musik: Rainer J. Hofmann (Multiinstrumentalist, Regensburg)

SALOMÉ
Charles Bryant (alias Alla Nazimova)
USA/Spanien 1923, 73 Minuten, engl. Zwischentitel, viragiert, 35mm

Buch: Natacha Rambova (alias Peter M. Winters), nach Oscar Wilde, Kamera: Charles Van Enger, Produktion: Nazimova Productions, Kostüme: Natacha Rambova

DarstellerInnen: Alla Nazimova, Mitchell Lewis, Rose Dione, Nigel De Brulier

EIN ANDALUSISCHER HUND / UN CHIEN ANDALOU
Luis Buñuel
F 1929, 16 Minuten, 35mm, FSK 16

Buch: Salvador Dalí, Luis Buñuel, Produktion: Luis Buñuel, Pierre Braunberger, Schnitt: Luis Buñuel, Kamera: Albert Duverger

DarstellerInnen: Pierre Batcheff, Simone Mareuil, Luis Buñuel, Salvador Dalí u.a.

Kopien + Fotos: Deutsches Filminstitut – DIF, Wiesbaden

PHANTOM (F.W. Murnau)

Friedrich Wilhelm Murnau
D 1922, 117 Minuten, deutsche Zwischentitel, viragiert, 35 mm

Ort: Museumscafé im Klosterhof des Historischen Museums, bei Regen im Leeren Beutel (Saal)

… ist eines der unbekannten Werke des NOSFERATU-Regisseurs, ein traumartiges Drama um Obsessionen. Das PHANTOM ist eine reiche junge Frau, in die sich ein braver Stadtschreiber und Hobby-Poet bei einem Unfall sofort verliebt. Alfred Abel spielt diesen Dichter so ganz anders als den Herrn von METROPOLIS. Er kann sie nicht haben und verfällt ihrer Doppelgängerin, die ihn ausnimmt. Die Spirale nach unten macht Murnau erfahrbar durch Innovationen wie wirbelnde Treppenhäuser und sich herabbeugende Häuser.

Als Schmankerl: Vor der Vorstellung gibt es einen kleinen Infostand mit persönlichen Dingen der Diva Lil Dagover und einer Gesprächspartnerin, die sie noch persönlich erlebt hat.

Live-Musik: Vsevolod Pozdejev (Piano, Regensburg)

PHANTOM
Friedrich Wilhelm Murnau
D 1922, 117 Minuten, deutsche Zwischentitel, viragiert, 35 mm

Drehbuch: Thea von Harbou, Hans Heinrich von Twardowski (nach der Erzählung „Phantom. Aufzeichnungen eines ehemaligen Sträflings“ von Gerhart Hauptmann), Kamera: Axel Graatkjær, Theophan Ouchakoff, Bauten: Hermann Warm und Erich Czerwonski, Produktion: Erich Pommer

DarstellerInnen: Alfred Abel, Lya de Putti, Aud Egede-Nissen, Lil Dagover, Hans Heinrich von Twardowski, u.a.

Kopie + Fotos: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden

DIE ROTE SCHILDKRÖTE

Animationsfilm ohne Worte von Michael Dudok de Wit / FR,JP,BE 2016 / 90 min

Ort: Filmgalerie

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer einsamen Insel. Zum Überleben gibt es dort genug, Gefahren lauern jedoch überall. Er baut sich ein Floß, um von der Insel fortzukommen, wird jedoch jedes Mal von einer roten Riesenschildkröte, die sein Holzgefährt zerstört, daran gehindert. Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, versucht der Mann, sie zu überwältigen, sodass seine Flucht endlich gelingen möge. Doch das Tier entpuppt sich als eine magische Kreatur...

DIE ROTE SCHILDKRÖTE ist der Beweis, dass Stummfilme - in gewisser Weise - auch im kontemporären Kino noch zu finden sind. Dieser Animationsfilm ist das vorerst letzte Projekt des japanischen Studios Ghibli, das in der Vergangenheit traumhafte Filmklassiker wie PRINZESSIN MONONOKE, CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND oder ERINNERUNGEN AN MARNIE schuf. Fertiggestellt in Europa, erzählt die ohne Dialoge auskommende, dafür mit wunderschöner Musik ausgestattete Fabel eine poetische Geschichte vom Kreislauf des Lebens. Beim Filmfestival in Cannes gewann DIE ROTE SCHILDKRÖTE den Spezialpreis der 'Un certain regard'-Jury und erhielt in Hollywood eine Nominierung für den 'Oscar' in der Kategorie 'Bester animierter Spielfilm'.

Unglaublich berührend... ein wahres universelles Wunderwerk. Ohne Frage einer der Filme des Jahres 2017. — Deutschlandradio Kultur