Ilusión

E 2011, 65 min, OmdtU, Regie: Daniel Castro • cinEStreno Premiere

Ilusión war einer der Überraschungserfolge auf dem Festival von Málaga 2013 und heimste gleich drei Preise ein. In seinem Erstlingswerk Ilusión tritt Daniel Castro als Gesamtkünstler auf, der für Drehbuch und Regie verantwortlich ist, die Hauptrolle spielt und auch die Lieder für den Film komponiert hat. Witzige Dialoge, ein beeindruckend exakter Erzählrhythmus, schöne Ansichten der Madrider Innenstadt, eine überzeugende Leistung der weiblichen Hauptdarstellerin Bárbara Santa-Cruz, Cameo-Auftritte der bekannten Regisseure David Trueba und Félix Viscarret und das facettenreiche Spiel von Castro verleihen dem tragikomischen Film ihren Reiz. Absolut sehenswert!

Ilusión war einer der Überraschungserfolge auf dem Festival von Málaga 2013 und heimste gleich drei Preise ein, und das obwohl der nur mittellange Film, der von Daniel Castro beinahe im Alleingang und quasi ohne Budget realisiert wurde, auf den ersten Blick nicht in gängige Kategorien passt. Castro hat an der ECAM Drehbuch studiert und in der Folgezeit in diesem Fach für Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet.

In seinem Erstlingswerk Ilusión tritt er überraschend als Gesamtkünstler auf, der für Drehbuch und Regie verantwortlich ist, die Hauptrolle spielt und auch noch die Lieder für den Film komponiert hat. Und genau mit dieser Vielseitigkeit spielt er, um in dem Film die Grenze zwischen sich und der Hauptfigur zu verwischen: Denn sie heißt nicht nur so wie er, sondern will eben auch noch einen Film drehen und Drehbuch und Musik dazu schreiben. Die Handlung von Ilusión spiegelt daher zum Teil die Entstehung des Films selbst wider, allerdings mit dem Unterschied, dass der fiktionale Castro keinen Erfolg hat und mit seiner Idee, ein Musical über die Transition zu produzieren nirgendwo ernst genommen wird. Dabei, so die Hauptfigur, gehörten Musik und Politik doch eng zusammen und könnten den Spaniern in Zeiten der Krise wieder "ilusión" im Sinne von Freude und Hoffnung schenken. Der Film lässt offen, ob dies bloß eine absurde Idee oder ein Geniestreich ist, und so schwankt die groteske Figur ständig zwischen wahnhafter Realitätsferne und kreativem Idealismus.

Witzige Dialoge, ein beeindruckend exakter Erzählrhythmus, schöne Ansichten der Madrider Innenstadt, eine überzeugende Leistung der weiblichen Hauptdarstellerin Bárbara Santa-Cruz, Cameo-Auftritte der bekannten Regisseure David Trueba und Félix Viscarret und das facettenreiche Spiel von Castro verleihen dem tragikomischen Film ihren Reiz. Absolut sehenswert!

Do 24.04.

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Fr 25.04.

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Sa 26.04.

18:30

So 27.04.

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Mo 28.04.

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Di 29.04.

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Mi 30.04.

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2014