CLOSE-KNIT (Karera ga honki de amu toki wa)

Seit dem Jahre 2002 ist es allen Japanern, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen haben, gesetzlich erlaubt, ihren rechtlichen Personenstand entsprechend dem eigenen Empfinden zu ändern. An diesem Punkt befindet sich Rinko (Toma Ikuta). Die Arbeit an ihrem Körper ist abgeschlossen, wie sie sagt, aber so ganz hat sie das Mannsein noch nicht hinter sich gelassen. Es ist hilfreich, dass sie ihren Zustand erklärt, denn in Naoko Ogigamis siebtem Spielfilm lernen wir Rinko durch die Augen eines Kindes kennen.

Die elfjährige Tomo (Rinka Kakihara) muss mit vielen Problemen gleichzeitig fertig werden. Eines davon ist ihre Mutter, die, wenn sie spät nach Hause kommt, meist betrunken ist, und eines Tages schließlich ganz wegbleibt. Die einzige Möglichkeit ist, bei ihrem Onkel Makio (Kenta Kiritani) unterzukommen, der mit Rinko in einer festen Beziehung zusammenlebt. Diese anfängliche Zweck-WGKonstellation nutzt Naoko Ogigami, um seinen Film als Ensembledrama zu etablieren: Tomo, die sich allein gelassen fühlt, muss sich an die neue Situation gewöhnen. Und schließlich führt das Stricken sie an Rinko heran.

CLOSE-KNIT ist ein sehr behutsamer Film - ein ausgefeiltes Interesse gilt den Figuren. Rinko wird von Naoko Ogigami nicht zu einer stereotypen Vertreterin aller Transfrauen degradiert, sondern hat Tiefe, Persönlichkeit und eine eigene Geschichte.

Dieser Film wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
WAMSLER ROHLOFF WIRZMÜLLER

Japan 2017 - 127 Minuten / Regie: Naoko Ogigami / Japanischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Do 02.11.

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Fr 03.11.

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Sa 04.11.

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So 05.11.

21.00

Mo 06.11.

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Di 07.11.

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Mi 08.11.

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2017

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